Montag, 30. Dezember 2013

Crapcom

Zu Weihnachten habe ich mir mal wieder etwas total nerdig-schönes gegönnt: Alle Folgen Bravestarr auf Blu-ray!


Ich musste einfach zuschlagen, da die Blu-ray aktuell nur sage und schreibe 12,97 € auf Amazon kostet. Das ist ja fast geschenkt! Um allerdings den Versand von 3 € zu sparen, habe ich mir dazu noch ein Spiel gekauft, das ich bereits seit langem wollte.

Devil May Cry für die PS3!

Als alter DMC-Fan hab ich mich schon sehr darauf gefreut mich durch Dämonenhorden zu metzeln und mir die obercoolen Sprüche von Protagonist Dante anzuhören. Tja, da gibt es nur ein kleines Problem: Nach ca. 2 Minuten Spielzeit beginnt das Spiel den Sound zu verzerren. Das heißt, ich führe einen Schwertstreich aus und das dazugehörige Geräusch kommt mit einer zum Teil fast 3 sekündigen Verzögerung. Dieser Umstand macht das Spiel nahezu unspielbar! Ich habe alles versucht... Das Spiel deinstalliert und wieder installiert, an den Soundeinstellungen rumgedoktort, aber nichts hilft. Glücklicherweise weiß hier das Internet Rat. Ich bin nämlich nicht der einzige mit diesem Fehler. Hunderte Andere haben das gleiche Problem und die Lösung ist genauso einfach wie offensichtlich... ES GIBT KEINE!!!
Bei Manchen hört es nach einer gewissen Zeit wieder auf, bei Anderen bleibt das Problem das komplette Spiel über bestehen und ich wiederhole: ES GIBT KEINE LÖSUNG DAFÜR!

Es kann doch nicht sein, dass eine Videospielfirma mit einer so langen Geschichte wie Capcom sich so einen Fauxpas leistet. Na gut, offensichtlich schon, denn auf der Xbox scheint dieses Problem nicht zu bestehen und die Playstation-Gemeinde hat jetzt nunmal gelitten.

Es ist wirklich zum Haare raufen. Nun bin ich dazu übergegangen Untertitel einzuschalten, den Sound komplett abzudrehen und Musik dazu zu hören. Sehr ärgerlich, da die Soundtracks der DMC-Reihe immer ziemlich geil waren. Dumme Sache...

Die Firma Capcom sollte sich überlegen, ob sie in Zukunft ihre Spiele nicht doch lieber vorher nochmal auf Herz und Nieren testet, bevor sie etwas auf die Welt loslässt, dass mehr Frust als Lust macht. Ansonsten wird es wohl bald geläufig sein, die Firma nur noch Crapcom zu nennen.

Glücklicherweise gibt es für mich ja noch das Trostpflaster in Form von Marshall Bravestarr. Die Blu-ray läuft nämlich glücklicherweise fehlerfrei.



Sonntag, 22. Dezember 2013

Twice The Bits

Zeit einteilen ist ja echt nicht so mein Ding und ich verbringe viel weniger Zeit mit bloggen, als ich eigentlich will, aber neben Batari hab ich nun außerdem noch ein neues Projekt angefangen...

TWICE THE BITS

Der Name sagt jetzt erst mal nicht viel aus. "Twice The Bits" ist ein Ausdruck aus den Neunzigern, als es noch ein scheinbares Qualitätsmerkmal war, wie viele Bits eine Konsole hatte. Das Nintendo Entertainment System hatte 8, der Super Nintendo schon 16 Bit. "Twice The Bits". Macht Sinn, ne?

Soviel zum Begriff. Jedenfalls habe ich es nun geschafft, mit meinen Gaming-Buddies Marius und Konti, unter dem Namen "Twice The Bits" einen Channel zu erstellen, in dem wir Let's Plays machen werden. Die erste Episode ist schon online und hoffentlich kriegen wir es bald gebacken noch mehr zu machen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Video gucken, Daumen hoch und abonnieren. Los!



Dienstag, 3. Dezember 2013

KÖÖÖKSE!!!

Ich kann es nicht erklären. Es kam einfach so über mich. Ich bin süchtig nach Keksen. Genauer gesagt nach der Produktion von Keksen.
Durch einen blöden Zufall, bin ich auf diesem Artikel gelandet und so nahm das Übel seinen Lauf.
Ich spiele Cookie Clicker!
Ok. Es ist eigentlich nur ein Browserspiel und ich kann auch nicht so genau beschreiben, wie es jetzt dazu kam, da das Prinzip eher langweilig klingt, aber trotzdem komme ich nicht mehr davon los. Erst klickt man den großen Keks an um manuell Kekse zu verdienen, dann kauft man Upgrades um nicht mehr selbst klicken zu müssen. So lassen sich Kekse automatisch herstellen und dann... ja und dann... HAT MAN EIN GANZES KEKSIMPERIUM, DAS STÄNDIG WEITERWÄCHST!
Ein ganzes dickes Plus ist, dass das Spiel völlig kostenlos ist und man somit kein echtes Geld ausgeben oder 150 Facebookfreunde einladen muss. Mehr über die Faszination des Spiels und dass man es auch als Sinnbild für die Leistungsgesellschaft sehen kann, könnt ihr im oben befindlichen Link nachlesen.
Ich geh dann mal weiter Kekse produzieren.

Montag, 25. November 2013

Der Traum vom Altern

Vor kurzem flatterte mein Rentenbescheid rein und ich durfte feststellen, dass ich nur noch 39 und ein paar zerquetschte Jahre zu arbeiten habe. Jupiduu...

Da stellt sich mir doch die Frage, wieviel ich am Ende wirklich von meiner Rente habe. Der deutsche Durchschnittsmann wird etwa 77 Jahre und die deutsche Durchschnittsfrau etwa 82 Jahre alt. Wow, dann hätte ich ja noch knapp 10 Jahre Spaß an meiner Rente, bis mich der Sensenmann holt. Das sind ja tolle Aussichten. Ok, das ist nur Statistik, aber wie heißt es so schön: Wenn der Jäger am Hasen einmal links und einmal rechts vorbeischießt, dann ist der Hase im Durchschnitt tot. Soviel zu Durchschnittswerten...

Es kann natürlich auch gut sein, dass ich mit Mitte 50 von einem 23-jährigen Methdealer überfahren werde, oder dass ich 114 Jahre alt werde und allen ständig mit der guten alten Zeit in den Ohren liege. Letzteres halte ich eher für unwahrscheinlich.

Aber was kann man tun? Da hilft doch nur: Rentenbeginn runter oder Lebenszeit verlängern. Welche Partei hat hier wohl das schlüssigere Konzept?

Fakt ist jedenfalls: Wir werden immer älter! Denn die medizinische Versorgung ist besser als ihr Ruf. In den Nachrichten wird uns da allerdings ein ganz anderes Bild vermittelt. Keime, Bakterien, Viren, Handschuh bei Herz-OP im Patienten vergessen, falsch amputierte Gliedmaßen. Eigentlich überraschend, dass überhaupt noch jemand lebend ein Krankenhaus verlässt. Aber wohin soll man auch gehen, außer zum Arzt? Kinder kümmern sich schließlich eh nicht oder fehlen gleich ganz.

Manch einer mag sich wünschen früher geboren zu sein. Zu einer Zeit, in der "bis das der Tod euch scheidet" noch 25 Jahre bedeutete, jeder 5 Kinder hatte und diese sich bis zum bitteren Ende gekümmert haben.

Wobei man heutzutage ja doch noch andere Dinge tun kann um nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dem Beginn des Rentenanspruchs nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Karriere als Elder Statesman? Genscher, Geißler und Schmitt machen es vor. Man präsentiert sich als Mahner, Vermittler oder einfach nur als starker Raucher und die Sache ist geritzt. Ganz wichtig ist jedoch, dass man kein durch Wahl legitimiertes Amt innehaben darf. Da wird man nur durch Abstimmungen, Mehrheitsentscheide usw. gebremst. Wer nächtelang Kompromisse finden muss, hat keine Zeit für allumfassende Auskünfte von Stuttgart 21 bis zur Elbphilharmonie.

Mein Fazit ist: Ich mache es wie immer. Ich sitze es aus, bis ich dann endlich Rentner bin und sehe dann weiter. Denn wenn ich an eines Glaube, dann an den alten Nobbi Blüm: "Die Renten sind sicher!"

Sonntag, 17. November 2013

Neues von Batari

Am vergangenen Samstag gabs mal wieder was von Batari zu hören. Wir sind im Benderhof in Kaiserslautern aufgetreten. Organisiert haben das unsere Buddies von Lowknox, mit denen wir dann logischerweise auch aufgetreten sind. Es war ziemlich cool und Kaiserslautern hat mitunter das geilste Publikum des Universums (no offense, Bingen...). Wenn alles glatt läuft, kann ich bald Bilder davon online stellen. Vorab gibts aber schon mal 2 Bilder vom Benderhof, die mir sofort ins Auge gesprungen sind.

Protipp: Immer links hinstellen. Wenn jemand sein Bier auf der Ablage abstellt, rutscht es automatisch zu dir runter.

Dieser Zeitungsausschnitt am Tresen springt einen förmlich an. Ich könnte wetten, dass der Fotograf ein Mann war.
Zum Abschluss gibts hier noch ein etwas älteres, aber trotzdem ziemlich schickes Video von Lowknox.



Ach ja, eh ichs vergesse... Am 06.12. spielt meine Band Batari mit ein paar anderen Bands beim Nikolausrock im Jugendhaus Bingen. Also alle abgehen und hinfeiern!

Dienstag, 12. November 2013

Reine Willkür!

Man hat im Leben ja öfter mal solche WTF?-Momente. Mein letzter war am Sonntag, als ich über den Film Rubber stolperte. Es handelt sich hierbei um einen Film über einen Autoreifen, der Morde begeht. Ja, richtig gehört: Ein Autoreifen, der Morde begeht. Der Film ist von dem Franzosen Quentin Dupieux, auch bekannt als Mr. Oizo. Die Handlung ist ziemlich skurril und im Grunde habe ich sie bis jetzt noch nicht ganz verstanden... Warum werden am Anfang des Films Zuschauer mit Ferngläsern auf einem Berg platziert, um dem Treiben des Reifens zuzusehen? Und warum werden sie anschließen vergiftet? Und und und... WARUM EIN REIFEN???
Wer schon immer einmal einem Reifen dabei zuschauen wollte, wie er 10 Minuten lang durch die Wüste rollt, kleine Tiere plattfährt und dann telekinetische Fähigkeiten entwickelt, mit denen er Menschen zu Leibe rückt, der wird mit Rubber seine helle Freude haben. Für mich war der Film jedenfalls ein bisschen zu abgefahren.



Mittwoch, 10. Juli 2013

boafsrum

Jaja... Was für ein Jubiläum. Das Binger Open Air Festival ist vorbei und es war wiedermal ein Fest. Ob nun durch die Bands, die Leute oder das ganze Drumherum... Es war einfach wunderschön, hach.
Ich bin auch einigermaßen Stolz dieses Jahr als Moderator nicht völlig versagt zu haben. Ich habe mich vorbereitet, mich nicht verplappert und keine schlechten Scherze gerissen. Allerdings habe ich meine neue Superkraft entdeckt: Ich gucke, wenn ich auf der Bühne stehe, immer den Stinkstiefel an, der mich scheiße findet. Diese eine Person steht immer mit verschränkten Armen vor der Bühne, guckt mich superböse an und während alle jubeln, formt er mit seinen Lippen ein gut sichtbares: "Verpiss Dich!"
Da muss man wohl drüber stehen... Tu ich auch.

Leider habe ich keine Lust, alle Bands aufzuzählen, darum nenne ich nur meine Kernmomente.

Mit was sollte ich da besser beginnen, als mit meiner Band Batari. Wir haben zwar vor einem eher überschaubaren Publikum gespielt, aber was will man auch Freitags um 17 Uhr erwarten. Immerhin hatten wir das beste Ansagerduo, das man sich hätte wünschen können:
Gischtie (Der Sänger der Hängerbänd) und unsere allseits geschätzte Major.
Hier nochmal einen herzlichen Dank an euch beide!
"Musik war gestern, heute ist Batari! Bingens Antwort auf die Hängerbänd!"

Bingens Antwort auf Marianne und Michael: Major und Gischtie








Am Samstag Abend vorm Topact kamen dann, auf einem neben der Bühne abgestellten Hänger, als Überraschung unsere lieben Freunde von der Hängerbänd zum Zuge. Das sollte allerdings nicht alles sein, denn meine väterlichen Freunde von der Hängerbänd haben noch für eine weitere Überraschung gesorgt, indem Gischtie einen Kabelbruch simuliert hat um Tontechniker Schränk auf die Bühne zu holen. Dieser hat dann seiner langjährigen Freundin Jenny einen Heiratsantrag gemacht, den sie (vor allem vor den ganzen Leuten) unmöglich ausschlagen konnte. Danach feierten Bänd und Brautpaar zu bestem Punk'n'Roll noch ein bisschen ab, bis es zum musikalischen Höhepunkt des Festivals kam: Red Fang!

Bei Red Fang war etwas mehr los...



Mit ihrer unglaublich coolen, selbstironischen Art und ihrer unfassbar guten Musik haben uns die Jungs aus den Staaten gezeigt wo am Arsch das Bein dick wird. Keine schlechte Party. Aber Holla!

Es tut mir Leid, dass ich nicht über alle Bands und schönen Momente des Festivals schreibe, aber würde ich das tun, wäre ich morgen früh noch beschäftigt und dazu hab ich schlicht keine Lust.

Danke jedenfalls an alle Bands wie die Nitribitts, Hi Fi-Spitfires, Marathonmann, Heading for the Sun, The Peacocks, Casanovas Schwule Seite, Stage Bottles, Aggrolites, Skidmark und alle die ich vergessen hab. Vor allem ein ganz besonderes Dankeschön an die Orga und alle Helfer, ohne die so ein tolles Festival nicht zustande kommen könnte. Hut ab, auf weitere 25 Jahre!

Fotos:
pproni
Red Fang

Montag, 1. Juli 2013

25 Jahre

Der Aufbau beginnt und die Spannung steigt ins Unermessliche. Am Donnerstag jährt sich das Binger Open Air Festival zum 25. mal!



Nicht nur, dass ich mit Batari am Freitag dort auftreten werde, ich werde das ganze auch moderieren. Leider hat mein Fuckbuddy und väterlicher Berater Tom keine Zeit und unsere Doppelmoderation fällt flach, aber ich werde das schon hinkriegen. Auch wenn ich ein wenig aufgeregt bin...



Den Rest des heutigen Tages werde ich mich jetzt wohl darauf vorbereiten, denn es ist nicht mehr lange hin und es gibt noch eine Menge zu tun. Schließlich weiß ich bis jetzt immer noch nicht, was die Hälfte der Bands überhaupt für Musik macht.

Hoffentlich lasse ich mich nicht im Alkoholrausch dazu hinreißen Ansagen mit holländischen Akzent wie in der Mini-Playback-Show zu machen...
"Eben noch in der Zauberkugel und jetzt schon auf unserer Showbühne: Die Wonneproppen von Red Fang!"
Das käme wohl eher nicht so gut.

Nun gut. 4.-6. Juli. Binger Open Air Festival. Pflichttermin!
Wir sehen uns dort!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Erste-Hilfe-Training

Vor etwa einer Woche musste ich beruflich ein Erste-Hilfe-Training machen. Ich habe vor 2 Jahren bereits einen 2-tägigen Kurs besucht, darum war nur eine eintägige Auffrischung notwendig. Wer Erste-Hilfe-Kurse kennt weiß, dass man meist keine 8 Stunden braucht, aber die Zeit irgendwie absitzen muss, sonst macht die Berufsgenossenschaft (die, die Kosten eines solchen Kurses übernimmt) Stress, oder sowas in der Art.

Also standen Putzfrau Brigitte (Warum sie immer bei so Sachen teilnimmt, ist mir ein Rätsel...), ein weiterer Kollege und ich morgens um 8 Uhr gut gelaunt und pünktlich auf der Matte der Einrichtung, die uns die näxten 8 Stunden unseres Lebens rauben würde. Mit "gut gelaunt" meine ich übrigens richtig scheiße drauf und mit "pünktlich", dass ich natürlich ein paar Minuten zu spät kam und ich nicht in der Lage war, den Ausbildungsraum eigenständig zu finden. Glücklicherweise hat Brigitte mich bereits am Fenster erwartet und liebevoll nach mir geschrien. Damit wusste ich immerhin in welchem Stockwerk die Tortur ihren Lauf nehmen würde. Natürlich war nur noch der Platz neben Brigitte frei. War mir auch ganz lieb so, mit ihr wird es immerhin nie langweilig.

Unsere ca. 300 Pfund schwere Ausbilderin, oder wie Brigitte sie nannte "fette Sau", deren Name mir leider wieder entfallen ist, stellte sich vor und erzählte ein wenig über sich:
"Ich bin eine Frohnatur ausm Ruhrpott, genauer gesagt aus Essen, der Heimatstadt von Atze Schröder, also kann es heute auch etwas lustiger werden!" Wurde es nicht.
"Bei mir um die Ecke liegt Grevenbroich, da kommt der Horst Schlämmer her, Schätzelein!" Natürlich sagte sie das in einem nahezu originalgetreuen Horst Schlämmer-Tonfall, der die Hälfte des Saales zum lachen brachte. Brigitte und mich nicht.
Es ist schon interessant, wenn man sich damit brüstet aus der Nähe der Geburtsstätte einer Kunstfigur zu stammen. Ich lebe in Bingen, bei mir um die Ecke liegt Büdesheim, da kommt der Superheld Captain Streetfighter her. Kennt ihr nicht? Achso, der ist ja auch ne fiktive Figur, mit ausgedachtem Lebenslauf. Ich hab sie zwar gerade erst erfunden, aber ich bin verdammt stolz drauf. Ok... Der Vergleich hinkt gewaltig, aber es dürfte klar sein was ich meine.

Meinen lieben Kollegen interessierte das schon gar nicht mehr. Er war bereits eingeschlafen und lehnte sich geschickt hinter seinen Nebenmann um nicht von der Frohnatur entdeckt zu werden. Er hatte zwei Tage Nachtdienst hinter sich, darum war ihm das nachzusehen. Im Laufe des ganzen Tages werden übrigens seine einzigen Aktionen sein, pünktlich zu jeder Pause stramm zu stehen und einmal eine völlig seltsame, unverständliche Frage über Defibrilatoren zu stellen. Ansonsten blieb er den ganzen Tag unentdeckt. Glückspilz.

Bis zur Mittagspause wurde ziemlich viel wiederholt und die stabile Seitenlage geübt. Der hagere, ca. 60-jährige, 1,50 große Mann tat mir Leid, als er unsere Frohnatur in die stabile Seitenlage bringen durfte. Sämtliche Vergleiche mit "Umweltschützer" und "Wale zurück ins Meer ziehen" unterlasse ich einfach und überlasse es den Ambitionen des Lesers daraus einen Witz zu formen, der auf der Arbeit am Kaffeeautomaten zum Lacher der Woche werden kann.

Meine Mittagspause verbrachte ich mit Brigitte in der Innenstadt. Wirklich verwunderlich, dass Brigitte 50% der Leute aus Bingen zu kennen scheint. Noch verwunderlicher ist nur, dass fast alle "Du Arschloch" heißen.

Nach der Mittagspause war es Zeit für meine Paradedisziplin: Reanimation!
Reanimation durften wir mit Musik üben, um die richtige Geschwindigkeit für eine Herz-Lungen-Wiederbelebung hinzubekommen. Die erste Hilfe Puppe "Anne" ließ alles still über sich ergehen. Jeder war mal dran, außer mein geschätzter Kollege, der es scheinbar geschafft hat, im Schlaf mit dem Rest des Raumes eins zu werden und somit für Moby Dick unsichtbar war. Ich durfte 5 Minuten zu "Stayin' Alive" meine Reanimationskünste vorführen, leider ohne Erfolg. Anne blieb regungslos. Dafür gabs Applaus der umstehenden und ein paar geplatzte Adern an der Unterlippe, die vom übertriebenen beatmen herzurühren schienen. Brigitte durfte zu "Highway to Hell" die Reanimation durchführen. Passenderweise ihr Lieblingslied. Wäre die Puppe ein Mensch gewesen, hätte sie keine ungebrochene Rippe mehr im Leib gehabt und eine geplatzte Lunge. AC/DC lässt Brigitte zu Höchstleistungen auflaufen. Sollte sie jemals gefilmt werden, während sie zu "Thunderstruck" putzt, hätten wir bald einen neuen Youtube-Star.

Der Rest des Tages ging eher schleppend vorbei und als wir endlich das Erste-Hilfe-Training verließen, behauptete mein Kollege noch, dass es sehr lehrreich gewesen sei. Naja, ich weiß ja auch nicht, wovon er geträumt hat...

Mittwoch, 19. Juni 2013

Es wird Sommer

Was ist das?








Richtig! Das ist das Farbspekrum der Polohemden, die wieder vermehrt von Männern getragen werden, wenn es Sommer wird.

Das ist endlich mal wieder die Gelegenheit junge FDPler auch an der Kleidung zu erkennen. Wie gerne würde ich einmal zu einem solchen Liberalen hinmarschieren und ihm den Kragen am Polohemd einfach runterklappen. Gibt es denn kein Gesetz, das solche Modesünden verbietet?

Noch schlimmer sind eigentlich nur die bedruckten Polohemden von KiK, Takko, etc... Ich frage mich welche kreativen Köpfe hinter diesen vollkommen aussagefreien Aufdrucken stecken. Die würfeln da einfach irgendein Standardrepertoire an Wörtern zusammen, das genau zwischen sinnvoll und unsinnig liegt. Denim Beach League Polo Worldwide Star Street, dann noch ne Zahl obendrauf und alles ist paletti. Schrecklich.

Wo wir gerade bei Modesünden sind. Wer kam überhaupt auf die glorreiche Idee Jogginghosen und Lederjacken zu kombinieren? Kommt das vom Autofahren? Untenrum schön bequem und obenrum lässig und cool...
Ich merke schon, ich sollte ein Fashion- und Lifestyleblog starten. Die Vorraussetzungen dafür sind offensichtlich gegeben.

Samstag, 15. Juni 2013

Schnäppchen! Schnäppchen! Schnäppchen!

Endlich! Heute war es so weit! Der Tag auf den alle gewartet haben. Bei Rewe konnte man mit Coupons Megaschnäppchen machen.
"Kaufen sie 3 zahlen sie 2!"
"Wir schenken ihnen bei einem Einkauf über 30 Euro 5 Euro!"
etc...
Alle haben darauf gewartet! Alle? Nein, nicht ganz... Ich wusste davon nichts.

Eigentlich hätte ich heute gar nicht erst aufstehen sollen. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht verspürte ich heute morgen einen leichten Brechreiz. Diesem gab ich auch prompt nach. Schön wars nicht und vor allem unnötig. Wie sagt Oma Osram immer: "Trinke nie zuviel, denn die letzte Flasche die umfällt, könntest du selbst sein." Schlaue Worte. Werde ich demnächst bestimmt berücksichtigen.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber gibt es eigentlich ein schöneres Gefühl als morgens unter der Dusche ganz relaxed an sich selbst runterzukotzen? Die Bröckchen werden dann noch mit dem großen Zeh durchs Syphon gedrückt und alles ist palletti...
Ähäm, zurück zum Thema...

Auf jeden Fall hat diese blöde deutsche Schnäppchenmentalität dazu geführt, dass ich für 3 Brötchen, 2 Bananen und eine Flasche Wasser 30 Minuten in dieser Einkaufshölle verbringen durfte. Davon alleine 20 Minuten an der Kasse...

Dort durfte ich so spannenden Gesprächen lauschen wie:
Frau 1: "Die Romina is einszweiundsechzig und ihr Freund is einszweiundneunzig."
Frau 2: "Des is ja toll! Die hats geschafft!"
Was Romina mit der Wahl eines 30 Zentimeter größeren Lebensabschnittsgefährten geschafft hat, ging aus der Unterhaltung leider nicht hervor. Hmm...

Irgendwann sollte man als Mensch doch endlich lernen vernünftig zu konsumieren. Damit meine ich, dass man das kauft was man braucht und nicht mehr.
Was geht in Menschen vor die Gedanken hegen wie:
 "Was will ich mit drei Packungen Schmierwurst? Ich esse nie Schmierwurst, aber wenn man mir beim Kauf von dreien eine schenkt, hab ich doch ein Riesengeschäft gemacht. Da nehm ich die doch besser mal."
Solche Rabattaktionen sorgen doch dafür, dass man den Kühlschrank völlig übertrieben füllt und nach einer Woche die Hälfte angeschimmelt wegschmeißt. Jaja, ich weiß. Es gibt Menschen, die solche Angebote wahrnehmen und nicht völlig übertreiben, aber keiner kann mir erzählen, dass das der Großteil ist.

Im Grunde wollen wir doch alle sparen. Aber mit dem Kauf von etwas, das ich nicht brauche oder verwerte, nur weil ich etwas dazu geschenkt bekomme, ist doch der Sinn des Sparens verfehlt, oder?

Ich habe eine Bitte: Lernt vernünftig zu konsumieren und springt nicht auf solche blöden Rabattaktionen an. Denn wenn der Einkauf der Schlacht von Helms Klamm ähnelt, ist es echt ätzend.

PS: Es ist bereits ziemlich spät und ich bin noch ziemlich angeschlagen. Darum bitte ich sämtliche, eventuellen Kommafehler zu entschuldigen.

Freitag, 31. Mai 2013

Shopping

Ich brauche neue Jeans. Eine paar hübsche, normale Jeans. Es gibt da nur eine Sache, die mich davon abhält. Ich müsste dafür in eines dieser Ankleidegeschäfte mit meistens nur 2 Buchstaben gehen und danach suchen. Für Shopping bin ich nämlich höchstens dann zu begeistern, wenn ich selbst nichts brauche. "Ja, warum bestellt er dann nicht einfach im Internet?", mag sich der geneigte Leser fragen, genau das ist die Crux daran. Ich muss Hosen vorher anprobieren. Der Akt des Anprobierens ist das Nervigste, was ich mir vorstellen kann. Hose aus, Hose an, Hose wieder aus, näxte Hose... Und das in einer gefühlten Endlosschleife. Als sei man in einem allseits bekannten Film mit Bill Murray gefangen.

Silvie van der Vaart hat einmal gesagt: "Klamotten machen mich einfach glücklich.".
Offensichtlich ist das wirklich das, was Frauen wollen. Eine Frau braucht keine Villa und kein Schloss, sie braucht einen 50 Quadratmeter großen, begehbaren Kleiderschrank. Das gewisse Teile darin ungetragen sind und auch niemals geplant ist, sie überhaupt zu irgendwann mal zu tragen, ist zweitrangig. Es geht um den Nervenkitzel des Einkaufs. Sich einfach mal wohlig im Ozean der Wünsche treiben lassen, das ist das Ziel.
Für uns Männer ist das völlig unverständlich. Wir würden nie auf die Idee kommen shoppen zu gehen, um nach 8 Stundene Schuhsuche am Ende doch nur mit einer Handtasche heimzukommen. Genau für solche Fälle wurden wahrscheinlich Stühle im Verkaufsraum erfunden. Für uns Männer.

Jetzt ist mein Hosenproblem immer noch nicht gelöst und ich habe noch weniger Lust einkaufen zu gehen. Am Besten bestell ich mir im Internet einfach solche Micky Maus-Bügelbilder. Dann kann ich die Löcher in meinen alten Hosen verdecken und somit das Unvermeidliche noch etwas hinauszögern...



Donnerstag, 16. Mai 2013

Wachsmalstifte

Hach, ein schöner Tag. Heute hab ich meine (diesmal wirklich) letzten Füllungen vom Zahnarzt bekommen und jetzt hab ich erst mal Ruhe bis Ende näxten Monats. Anschließend habe ich mir den Kopf an meinem Kadett gestoßen und musste meine liebe Oma einkaufen fahren. Diese hat mit mir ein paar sehr sinnvolle Diskussionen geführt, wie etwa diese:

"Hast du schon was gegessen?"
"Nein, ich kann eh noch nix essen, weil die Betäubung noch wirkt."
"Du musst aber was essen!"
"Ich weiß... Später!"
"Was willst du denn essen?"
"Ich weiß noch nicht, überleg ich mir später!!"
"Soll ich dir was kochen?"
"Nein!"
"Warum nit? Du musst doch was Essen!"
"VERDAMMT NOCHMAL, ICH KANN NOCH NICHTS ESSEN!!!"
"Is ja gut, warum schreist du gleich so rum? Ich will doch nur dein Bestes."
"Ok. Sorry, aber ich habe noch leichte Zahnschmerzen und die Betäubung wirkt noch..."
"Ei ja, is ja gut. Was willst du jetzt essen?"
...

Das war nur die Kurzfassung unseres Dialogs.

Wenn ich irgendwann mal sterbe, würde meine Oma wahrscheinlich "Nur weil er nicht wusste, was er essen sollte" auf meinen Grabstein meißeln lassen. Herrje...

Naja, jetzt sitze ich auf der Arbeit und habe zwei wunderbare Dinge entdeckt. Erst mal im Internet, das hier:





Ich warte zwar besser bis 2015 mit dem Kauf, aber es hat mir doch ein wenig den Tag erhellt.
Doch dann kam der Knaller...
Ich habe WACHSMALSTIFTE im Schrank gefunden!!
Keine Ahnung wo die herkommen, aber ich konnte dann doch nicht widerstehen und hab mich mit einer Schüssel Fruit Loops hingesetzt und den Kippschalter in meinem Kopf auf Grundschule umgestellt (Whoop! Whoop!).

Die Ergebnisse seht ihr hier:

Megaman!!
Fat Mario! (Er ist mir übrigens nicht misslungen, das war Absicht!)



Sonntag, 12. Mai 2013

Der Kampf mit den Zähnen


Mögen die Spiele beginnen! Ich muss heute wieder mal zum Zahnarzt.
Ich würde zwar lieber den waghalsigen Versuch unternehmen, Nitro aus American Gladiators von der Plattform zu schubsen, aber was muss das muss.
Meine Zähne haben seit Anfang des Jahres, als ich mit mörderischen Zahnschmerzen endlich einen Dentisten aufgesucht habe, eine Generalüberholung par excellence hinter sich. Man kann zwar oberflächlich keinen Unterschied erkennen, aber alle versteckten Löcher sind jetzt aufgebohrt und wieder zugespachtelt. Ich habe 8 Jahre lang jeden Arzt, der von der Hand im Mund lebt, gemieden und das hat mich bis jetzt echt ne ganze Stange Geld gekostet. Zum Glück ist es jetzt so gut wie überstanden und ich muss mir nur noch eine Krone für den wurzelbehandelten Zahn machen und aufsetzen lassen. Wäre ich mal (wie es ja auch angedacht ist) jährlich zum Zahnarzt gegangen, hätte mir das wahrscheinlich eine Menge Stress erspart...
Darum rate ich euch allen: Geht regelmäßig zum Zahnarzt und lasst euch bei Beschwerden sofort einen Termin geben. Denn ansonsten wirds nur unnötig stressig und am Ende auch ziemlich teuer.

Euer
Pater Best

PS: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahnarzt "Das ist alles nur psychosomatisch. Entspannen sie sich einfach. Hier, ein Bier!" sagt, geht gegen null. Aber die Hoffnung (oder in diesem Fall - die Wurzel) stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Freitag, 10. Mai 2013

In Memoriam

Nachdem ich gestern Mittag um 12 Uhr mit dem Trinken begann und mit einer kleinen erlesenen Gruppe einen Ausflug zur wunderschönen Germania in Rüdesheim unternahm ist mir eines aufgefallen:
Am Vatertag einen Ausflug mit diversen Bier zu machen und nicht als Vatertagssaufgruppe durchzugehen ist nahezu unmöglich.

Ich halte ja nichts von diesen Vatertagstouren, bei denen sich 16-jährige Halbstarke besinnungslos saufen, während echte Väter (hoffentlich) mit ihren Kindern Zeit verbringen. Aber genug vom Thema Alkohol, darüber habe ich mich bereits hier ausgiebig geäußert.

Nun gut. Jetzt sitze ich auf der Arbeit, weil sich mein Chef einen Brückentag genehmigt hat und irgendjemand ja die Stellung halten muss. Da heute nicht wirklich viel zu tun ist, haben Putzfrau Brigitte und ich wieder unser Lieblingsspiel gespielt: Todesanzeigen lesen und das Geburtsjahr anhand des Vornamens erraten. Brigitte hat gewonnen...
Weil das etwas kurzweilig war, haben wir anschließend eine Liste mit den schönsten Grabsteininschriften erstellt, die wir uns (unter anderem auch für uns) vorstellen konnten:

- Bei 194 Tassen Kaffee gibt der menschliche Körper auf.

- Er gab sein Leben bei dem unsinnigen Versuch, ein Auto aus Paprika zu bauen.

- Offensichtlich wusste er doch nicht, wie man einen Herd anschließt.

- Zumindest eine Deadline hat er eingehalten.

- Der Weltrekord im Glas essen bleibt ungebrochen.

- Es gab doch noch Dinge, die ihn überraschen konnten.

- Einen Puls von 448 kann ein Mensch nur für 51 Sekunden überleben.

- Er kam immerhin bis hier.

- Sein Elektroschocker sollte eigentlich der Selbstverteidigung dienen.

- “Kevlar“ war kein verdienter Spitzname.

- Er starb unerwartet, wie wir ihn alle kannten.

- Entgegen anders lautender Behauptungen war sein Schädel nicht härter als Stahl.

- Jetzt ist er eine Bedrohung, wenn die Zombie-Apokalypse ausbricht.

Hoffentlich geht dieser Tag schnell rum, bevor ich noch mehr Unfug mache...

PS: Morgen ist im JuZ-Bingen ein grandioses Konzert mit Eight of Spades, A Hurricanes Revenge und meiner Band Batari. Näheres zum Event gibt es hier.
Wer also Lust auf Qualitätsmusik hat: Hin da!

PPS: Die Wettervorhersage sieht übrigens auch ganz gut aus.



Sonntag, 5. Mai 2013

Klartext

Rainer Brüderle hat auf dem Bundesparteitag der FDP in Nürnberg Klartext geredet.
Die besten Stellen (dieser wahrscheinlich sehr rieslinggeschwängerten Rede) habe ich hier mal zu einem Hammer-HipHop-Track zusammengeschustert. Zwar stand mir heute Kollege Jam Master Proto nicht bei, da er lieber in Schottland Urlaub macht, aber es ist mir auch allein ganz gut gelungen.
Enjoy!

Um es mit den Worten Rainer Brüderles zu sagen:

"Dibessa is Wedelstand, altrö Lightbelt altrö Vedelrichtung! Das ist Klartext."




Mittwoch, 1. Mai 2013

Rambo

Der Post heißt zwar "Rambo", ich habe aber bis heute nicht alle Rambo-Teile gesehen und kann mich auch nur noch an den mit dem "blauen Licht" erinnern, ich glaube das war Teil 3...

Mir ist da jedenfalls eine interessante Statistik über alle Rambo-Teile untergekommen. Besonders schön finde ich "Number of bad guys killed by Rambo with T-Shirt on", "Number of bad guys killed by Rambo with his T-Shirt of" und natürlich "Number of sex scenes".


Sonntag, 21. April 2013

Garfield minus Garfield



Man kann sich zwar vorstellen, dass ein Garfield-Comic ohne Jon oder den Hund Odie auskommt, aber ohne Garfield? Nein, das kann nicht sein... Doch, kann es!
Auf der Seite http://garfieldminusgarfield.net/ kann man einige Comic-Strips ohne den lasagneliebenden Kater bewundern. Er wurde einfach wegretuschiert. Schon der About-Text zeigt, dass die Seite einen gewissen Tiefgang für sich beansprucht:

Garfield Minus Garfield is a site dedicated to removing Garfield from the Garfield comic strips in order to reveal the existential angst of a certain young Mr. Jon Arbuckle. It is a journey deep into the mind of an isolated young everyman as he fights a losing battle against loneliness and depression in a quiet American suburb.

Wenn man sich durch die Seite klickt, erhält das Ganze schon eine gewisse Tragik. Denn selbst wenn Garfield im Comic enthalten wäre... Verdammt nochmal Jon spricht mit einer Katze!
Da die Comics sehr erfolgreich zu sein scheinen, gibt es das Ganze übrigens auch in Buchform.
Falls ihr also (wie ich) am heutigen Sonntag eh nix zu tun habt... Schließt den Tab mit den ätzenden 9gag-Memes und schaut mal auf Garfield minus Garfield rein.


Donnerstag, 18. April 2013

Talkshows

Seit Jahren bietet uns das Erste immer wieder fantastische Gründe zum Fernsehen. Zum Beispiel kann man sich von Sonntag bis Donnerstag mit sage und schreibe fünf Talkshows die Zeit vertreiben. Während das ZDF mit täglich Lanz aufwartet, kann das Erste durch verschiedenste Moderatoren punkten, deren Bandbreite von Politik bis Boulevard alles hergibt, was das Zuschauerherz begehrt. Das Programm ist derartig vielseitig und doch weiß man schon meist bevor die Sendung läuft, was einen erwarten könnte.

In der Polit-Talkshow von Günther Jauch könnten etwa Kanzlerin Merkel, Kanzlerkandidat Steinbrück, FDP-Chef Rössler, Grünen-Heulsuse Claudia Roth und Hellmuth Karasek (hat zwar keine Ahnung, ist aber gut für die Quote) über das Thema "Zypern - Ein Land vor der Pleite. Ist der Euro schuld?" diskutieren. Mittendrin kann Claudia Roth dann losplärren, ein bisschen schimpfen und dann weinen. Kurz vor Schluss dann noch eine Liveschaltung zu Prinz William. Hat man auf der Insel richtig gehandelt, als man das Pfund behielt? Und was macht eigentlich der royale Nachwuchs?

Am Montag um 21 Uhr erwartet uns dann mit Hart aber Fair ein nicht minder politisches Thema: "Abgesägt - Wenn die Karriere plötzlich zu Ende ist." Frank Plasberg begrüßt hierzu Norbert Röttgen (Ex-Umweltminister), Heide Simonis (Ex-Ministerpräsidentin, Let's Dance-Teilnehmerin und begnadete Quilterin), Anke Engelke (Ex-Late-Night-Moderatorin) und Helmut Berger (für ein paar Slapstickeinlagen immer zu gebrauchen).

Sandra Maischberger darf sich Dienstags mit dem völlig ausgelutschten Thema " Die Sexismus-Debatte - Was ist davon übrig?" beschäftigen. Zu Gast sind natürlich Alice Schwarzer, Hellmuth Karasek (ohne ihn macht diese Debatte echt keinen Spaß), Jeannine Michaelsen, ein willkürlicher FDP-Politiker der Rainer Brüderle in Schutz nimmt (Rainer Brüderle könnte ein Dekolleté auch gut ausfüllen) und die #Aufschrei-Aktivistin, die damals den Stein ins Rollen gebracht hat (Der Name ist mir leider entfallen...).

Mittwochs bleibt dann für Anne Will nur noch irgendein Thema mit Umwelt oder Gesundheit. Das Gästespektrum reicht hier von Sky du Mont (immer noch fit wie ein Turnschuh) über Peter Altmaier ("Ich lebe umweltbewußt, fahre total oft Fahrrad und twittere gerne") bis zu Til Schweiger, der sowieso zu allem eine Meinung hat. Genau wie Schweiger sind Ingrid van Bergen und Wolfgang Bosbach auch beliebte Gäste, da man noch 20 Minuten vor Aufzeichnungsbeginn das Thema ändern kann und jeder blitzartig auf Massentierhaltung oder öffentlicher Nahverkehr umschalten kann. Medienprofis halt.

Zum abschließenden Donnerstag reicht uns Reinhold Beckmann die Hand und spricht mit Vicky Leandros und Hellmuth Karasek (Hattrick!) über den neuesten Film von Johnny Depp oder venezianische Wandverzierungen.

Das Erste. Das ist Fernsehen.

Sonntag, 14. April 2013

Die junge Angie

Bildquelle: Spiegel Artikel vom 20.6.2005 als PDF
Dieses Bild habe ich vor kurzem entdeckt, es wurde im November 1990 von Michael Ebner gemacht und zeigt die junge Angela Merkel bei einer Wahlkampfreise in ihrem damaligen Wahlkreis Rügen. Da es keinen Titel hat, nennen wir es mal "Angela und die fünf Seebären".

Wenn man sich das Bild genauer ansieht merkt man, dass es eine äußerst beruhigende Ausstrahlung hat. Der Lichtschleier, der von links in die Stube hineinscheint unterstreicht dies und wärmt die eher trist wirkende Szenerie merklich. Man könnte meinen es zeigt die Jungpolitikerin Angela Merkel, bei einem zünftigen Frühschoppen mit befreundeten Krabbenpuhlern auf Rügen. Sie trägt eine blutwurstfarbene, abgewetzte Joppe, die ihr wirklich nicht gut steht. Die zittrige Hand umklammert ein Glas billigen Seemannsfusel. Ein Blick in ihr Gesicht lässt vermuten, dass es wohl nicht das erste war. Wahrscheinlich hat sie bereits gut den Stecker drin.
Die fünf Männer wirken völlig erschöpft. Ob vom Fischen oder von Angelas Gelalle geht nicht klar hervor.
Der Fischer in der hinteren rechten Bildecke schaut traurig aus dem Fenster. Der Fischer vorne scheint müde abzuwinken und zu sagen: "Ach halt dochs Maul, du olle Fregatte!"
Der Fischer in der Mitte scheint den Besuch der Jungpolitikerin zu nutzen, um sich seiner jährlichen Maniküre hinzugeben, während der Fischer hinten links, der durch Tabakqualm auffällt, versucht sich möglichst gut vor dem Fotografen zu verstecken.
Auch der Fischer im linken Bildvordergrund hat sich vom Damenbesuch offenbar deutlich mehr versprochen. Der Fischer wirkt enttäuscht, da Angela wohl weder etwas zu Essen gekocht, noch ordentlich durchgeputzt hat. Darüber, was er mit dem Benzinkanister links unten vorhat, kann der Betrachter nur spekulieren.

Angela und die fünf Seebären. Wirklich kein schönes Bild.

Dienstag, 9. April 2013

1993/1994

Lieber Sascha!
Du bist ein gewissenhafter und ordentlich arbeitender Schüler. Deine Schul- und Hausaufgaben erledigst Du meist konzentriert, eigenständig und sorgfältig. Deine Hefte führst Du vorbildlich. Auch mit Deinen Arbeitsmaterialien gehst Du sorgsam um. Mache weiter so!
Im Unterricht könntest Du von Dir aus etwas aktiver mitarbeiten. Deine vielen Gedanken und Ideen, die Du oft mit Deinem Nachbar austauschst, sind vielleicht auch für andere interessant.
Ansonsten kann ich Dich für Dein Verhalten loben. Das Lesen hast du schnell erfaßt, sicher erliest Du alle Texte sinnerfassend. Beim Schreiben bist Du sehr sicher. In Mathematik hast Du keinerlei Probleme, eigenständig findest Du Lösungsmöglichkeiten.
Versuche Dich noch etwas reger und mutiger bei den sportlichen Aufgaben zu beteiligen!

Donnerstag, 21. März 2013

Toast auf Festivals

Bald beginnt der Sommer und damit auch die Festivalsaison. Nur die wenigsten Festivalbesucher wissen, dass es eine Sache gibt, die wichtiger als alles andere ist und auf jedem Festival (eigentlicht) dabei sein muss. Toast!

Hier 33 Gründe warum Toast auf keinem Festival fehlen darf:


01. Jemand bietet dir eine Bratwurst an und du hast keinen Teller dabei.

02. Die Band ist dir zu laut und du hast deine Oropax vergessen.

03. Dein Zelt leckt und du möchtest es von außen flicken.

04. Dein Zelt leckt und du möchtest es von innen flicken.

05. Du hast deine Isomatte vergessen.

06. Du hast dein Klopapier vergessen.

07. Jemand kippt im Zelt Bier um und du hast nichts zum aufwischen.

08. Deine Nase läuft und du hast keine Taschentücher mehr.
 
09. Du blutest und hast kein Pflaster.
 
10. Du brauchst einen Schutzschild im Mosh Pit.

11. Du stehst ganz hinten und brauchst ein Podest.

12. Aus dem Hahn bei der Wasserstelle kommt nur Ketchup.

13. Man findet keine Freunde mit Sala-hat!

14. Jemand macht Eintopf und du dippst einfach rein.

15. Du tauschst den Toast gegen Bier oder andere nützliche Gegenstände.

16. Mit Toast kann man sich alles ertauschen.

17. Alle kennen dich als den Typ mit dem Toast.

18. Die Bühne wackelt.

19. Ein Gitarrist hat sein Kapodaster vergessen.

20. Die Bassdrum ist zu laut.

21. Toast ist Grundrecht.

22. Toast eignet sich hervorragend, um den Grill zu reinigen.

23. Deine Zeltnachbarn haben sowieso nie was zu Essen dabei.

24. Du hast keinen Aschenbecher.

25. Man kann den Toast als Frisbee benutzen.

26.  Wenn das Volk kein Brot hat, soll es halt Toast essen.

27. Du verirrst dich auf dem Gelände und musst eine Spur legen.

28. Dein Toast fängt an zu gären und du kannst Wodka herstellen.
 
29. Toast ist festes Bier.

30. Es gibt kein Toast auf Hawaii.

31. Du möchtest spontan einen Toast ausbringen.

32. Toast schläft nicht mit deiner Freundin, während du kotzt.

33. Du hast einfach Hunger.



Freitag, 15. März 2013

Ein ganz schön männlicher Kalender

Dieser junge Mann hat es gut gemeint und einen sexy Kalender für seine Freundin gemacht. Die Fotos sind vielleicht nicht sonderlich sexy, aber auf jeden Fall sehr witzig. Ich wünschte es gäbe auch Fotos von ihrer Reaktion.
































Donnerstag, 7. März 2013

Mario Deep

Teddy Faley ist ein Liebhaber von Rap und Videospielen. Und weil er beides so liebt, hat er es verbunden. Hier nun sein Projekt Mario Deep!
Er hat den Gesang (des mir völlig unbekannten Rappers) Mobb Deep mit Samples aus den ersten Super Mario-Spielen unterlegt. Das Ergebnis kommt direkt aus den Straßen der Kanalisation von New York und kann sich hören lassen, finde ich.

Mittwoch, 6. März 2013

Gehasst, verdammt, verARSCHt

Die Welt der Musiker und Bands. Eine Welt für sich.

Musik wird aus den verschiedensten Gründen gemacht. Manche möchten damit eine Message rüberbringen, andere wiederum bloß Geld verdienen. Um nur 2 Gründe zu nennen.

Ein ganz großer im Musikbusiness hat sich nun einen winzigen Schnitzer erlaubt. Justin Bieber hat seine Twittergemeinde gegen sich aufgebracht.
Wow... 36 000 000 Follower und allesamt völlig beschränkt. Das macht ihm so schnell keiner nach.

Wann werden die Fans endlich erkennen, dass ihre Angebeteten keine Götter sind, sondern ganz normale Menschen. Menschen die halt Musik machen. Punkt.
Über Qualität lässt sich ja bekanntlich streiten und Musikgeschmäcker sind nun mal verschieden, aber die lieben Fans müssen ihre Idole doch nicht auch noch vor jeglicher Kritik schützen.

Ein ganz tolles Beispiel hierfür ist ein Blogartikel, den ich vor über 2 Jahren über die Band "Use your Fuckin' Headphones", geschrieben habe. Ich finde nicht, dass ich sonderlich hart mit ihnen ins Gericht gegangen bin und es hat auch lange niemanden interessiert. Nach knapp 2 Monaten allerdings hagelte es wüste Beschimpfungen und Hassmails gegen meine "Rezension". Uiuiui... Da hat ein Fan der Band durch Zufall den (nicht gerade sehr langen, noch sehr ausführlichen) Artikel entdeckt und sofort fühlt sich die ganze Fanbase dazu aufgerufen mich zu dissen. Selbst die Band hat meinen Artikel auf ihrer Facebookseite geteilt, was meinen zweifelhaften Ruhm in deren Community (und den Inhalt meines Spamordners) noch vergrößert hat. Bis heute ist dieser Artikel übrigens der, mit den meisten Aufrufen. Das spricht nicht gerade für die Qualität meines Blogs. Peinlich, peinlich...
Wer sich übrigens selbst ein Bild von der Band machen möchte, kann das hier auf ihrer Web... Ähhh... myspace-Seite tun. Myspace? Genau, myspace.

Ein völlig anderes Beispiel für die Vergötterung einer Band sind die gerade völlig angesagten (mit Verlaub) Arschlöcher von Frei.Wild. Frei.Wild füllen genau das Loch, dass die Böhsen Onkelz damals hinterlassen haben. Ich will eigentlich gar nicht über rechte Tendenzen in dieser Band reden. Für mich sind diese Musiker nämlich ganz schlimme Grauzonenrocker mit mehr als nur grenzwertiger Vergangenheit. Durch ihre Absage (Begründung: Man wolle die Existenz des Festivals nicht gefährden) beim With Full Force haben sie nun auch noch die Märtyrerrolle übernommen. Toll.
Die Anhängerschaft dieser Band disqualifiziert sich durch Aussagen wie "Frei.Wild sind nicht rechts! Und wenn sie rechts sind, dann bin ich eben ein Nazi!".
Bei sowas könnte ich wahrlich Brechdurchfall kriegen. Brrrr... Das Frei.Wild T-Shirt ist nunmal die Eselsmütze des 21. Jahrhunderts.

So. Jetzt habe ich Justin Bieber, Use Your Fuckin Headphones und Frei.Wild in einem Artikel genannt. Ich distanziere mich zwar davon, dass ich irgendwelche Zusammenhänge zwischen den Musikern sehe, aber bei der Intelligenz einiger Fans erwarte ich nun einen Riesenshitstorm.

Montag, 25. Februar 2013

BMI

Es ist 3.15 Uhr. Ich sitze vor meinem PC höre leise Rocko Schamoni und neben mir häufen sich Pizzaschachteln. Jahaa, ich habe Urlaub. Wenn das der Normalzustand in meinem Leben wäre, wäre das ganz schön traurig.

Es heißt ja, wir Deutschen seien die dicksten Europäer. Während meinem Urlaub habe ich ganz gut dazu beigetragen, dass sich das auch erst mal nicht ändert. Heute bin ich z. B. erst um 13 Uhr aufgestanden, habe weitere 4 Stunden auf der Couch gelegen und mir danach Pizza bestellt. Darauf folgten weitere 5 Stunden Verdauungs-auf-der-Couch-liegen und Zack! war es schon wieder Nacht.

Aus Langeweile habe ich vorhin mal meinen Body Mass Index berechnet... Rosig sieht er zwar nicht aus, da ich über dem Normalgewicht liege (Wow, wer hätte das gedacht?), aber schwer übergewichtig bin ich immerhin auch nicht (Puh...). Ich war immer schon ein dickes Kerlchen und solange ich mich nicht zu sehr gehen lasse, komme ich auch ganz gut damit zurecht.

Das ist ja das Schöne am BMI. Man kann ruhig 130 Kilo wiegen, vorausgesetzt man ist zwei Meter sechzig groß. Bei 1,54 m sollte man allerdings besser keine einhundert Kilo wiegen, da dann der BMI weit über 40 liegt und das schon mehr als übermäßig adipös ist. Der normale BMI für Männer liegt übrigens zwischen 20 und 25.

Die meisten Dicken wollen den Pfunden ja schon an den Kragen, aber sie kommen nicht ran. Denn Dicke haben keinen Hals, an dem man sie packen könnte. Der Grund ist oft der Gleiche: Zu wenig Bewegung. Sie würden sich ja bewegen, aber das Knie ist kaputt, weil der Körper zu schwer ist für Bewegung. Hier beißt sich nicht die Katze in den Schwanz, sondern der Dicke in den Big Mac.

Aber man kann es auch so sehen: Dicksein erhöht die Lebensqualität. Denn wer nach 3 Billigpackungen Chickenwings noch nach dem 2,5 Liter-Eimer Vanilleeis greift ("um den salzigen Geschmack loszuwerden") ist meist zu dick für die Röhre und wer nicht in die Röhre passt, bei dem wird auch nichts festgestellt, was beunruhigen könnte.

Samstag, 23. Februar 2013

Altersvorsorge

In letzter Zeit mache ich mir immer mehr Sorgen um Altersvorsorge. Was passiert wenn ich in Rente gehe und wie kann ich der Altersarmut entgehen? Zugegeben, ich bin erst 26, aber sollte man nicht schon möglichst früh damit beginnen. Viele Bekannte und Freunde haben sich schon jetzt abgesichert (Haus und/oder Kinder). Ich hingegen habe keinerlei Eigentum außer meinem Auto (Opel Kadett, Wert ca. 80 Euro) und erwarte keine größeren Erbeinnahmen, da sparen in meiner Familie ein Fremdwort zu sein scheint.

Aufgrund meiner momentan relativ sicheren finanziellen Situation habe ich mir überlegt, etwas Geld anzulegen, aber wie funktioniert das eigentlich? Und worin investiert man am Besten? Gold ist ja angeblich immer eine sichere Nummer und Silber und Platin verdrängen Weihrauch und Myrrhe immer mehr aus dem klassischen Trio. Aber kann ich mir solche Anlagen eigentlich leisten? Ich bin in dieser Hinsicht auch viel zu unerfahren. Aktienfonds von Banken will ich auch nicht vertrauen, darüber habe ich in letzter Zeit zuviele öffentlich rechtliche Informationssendungen gesehen.

Oder sollte ich mein Leben jetzt einfach noch ein bisschen genießen und Geld ausgeben. Sparen tu ich eh schon und Geld anlegen kann ich auch noch in 4-5 Jahren. Schließlich haben viele Freunde und Bekannte riesige finanzielle Störfaktoren (Haus und/oder Kinder), die sie davon abhalten Spaß zu haben. Am Ende gilt vielleicht doch der Leitsatz: Das Herz kann noch so rot schlagen, wichtig ist am Ende doch, dass die Zahlen schwarz sind.

Samstag, 16. Februar 2013

Einfach mal fünfe gerade sein lassen


Es gibt ja jede Menge unausgeglichene Menschen. Entweder können sie ihre Emotionen nicht im Zaum halten, oder sie sind in jederlei Hinsicht übergenau. Manche fühlen sich auch einfach für alles Verantwortlich und wegen allem was auf dieser Welt schief läuft schuldig.
Ich habe zum Beispiel die furchtbare Angewohnheit mich stets möglichst fehlerfrei ausdrücken zu wollen, auch im Internet. Dummerweise verlange ich das auch von anderen Menschen und werde daher häufig mal unfair. Das tut mir Leid. Ansonsten halte ich mich allerdings für relativ ausgeglichen und bin eher so der "Ist mir doch egal"-Mensch.

Die folgenden 10 Punkte sollen beschreiben, was diese Menschen ausmacht, die (meines Erachtens) alles etwas lockerer sehen sollten:

1. Sie sagen Dinge wie: "Morgen? Du meinst wohl heute! Es ist schon 0:20 Uhr!"

2. Sie brummeln bei Spielen wie Assassins Creed: „Das geht doch gar nicht!“

3. Bei ganz normalen Gesprächen im Familienkreis fallen ständig solche Worte wie Ozonloch, Hungersnot und Klimawandel.

4. Bei einer Grillparty rufen sie mit dem zweiten Steak im Mund: "Man, gehts uns gut!"

5. Sie schreiben Leserbriefe.

6. Sie wollen sich in den näxten 35 Jahren einschränken um ihre Doppelhaushälfte abzubezahlen.

7. Sie halten Richard David Precht für einen echten Philosophen.

8. Sie schreiben Blog!

9. Sie regen sich über Aufzählungen auf, die 10 Punkte haben sollen, aber nur 9 haben.

Gerade kommt mir übrigens noch ein Aufreger, der mich betrifft. Wenn man Stein - Schere - Papier spielt, gibt es KEINEN Brunnen. Dieser macht das Spiel einfach unfair! Und wenn jemand unbedingt auf den Brunnen besteht, sollte er es mal hiermit versuchen. Wenn man das Spiel unbedingt aus dem Gleichgewicht bringen will, dann aber richtig.

Dienstag, 12. Februar 2013

Rapzinger - Habemus Gangsta

Der Rücktritt des Papstes kam ziemlich überraschend und da ich darüber keine Witze machen will, weil alle schon gemacht wurden, habe ich mich gestern mit meinem Kumpel Marius zusammengesetzt und bei diversen Bier, die Rücktrittsrede des Papstes etwas aufgepäppelt.



Montag, 4. Februar 2013

Super Mario Bros. 2010

Der Videospieldesigner Zack Hiwiller hat sich mal Gedanken gemacht, wie Super Mario Bros. heute aussehen würde und dies in ein paar Grafiken dargestellt. Diese Bilder sind zwar zugegebenermaßen schon etwas älter, aber sie haben trotzdem nicht an Aktualität verloren.


 







Dienstag, 29. Januar 2013

Seltsames Beamtendeutsch

Meine Oma hat vor kurzem einen Brief von der Rentenkasse erhalten. Dieser war so seltsam formuliert, dass ich zuerst mal googeln musste, was die von der Rentenkasse eigentlich wollten. Dabei bin ich auf ein paar sehr witzige Beamtendeutsche Formulierungen gestoßen, bei denen ich mir mehr als einmal an den Kopf fassen musste... 

Die einmalige Zahlung wird jedem Berechtigten nur einmal gewährt.
(Gesetz über die Anpassung von Versorgungsbezügen) 


Welches Kind erstes, zweites, drittes Kind usw. ist, richtet sich nach dem Alter des Kindes.
(Bundesanstalt für Arbeit) 


Persönliche Angaben zum Antrag sind freiwillig. Allerdings kann der Antrag ohne die persönlichen Angaben nicht weiterbearbeitet werden.
(Formular im Postgirodienst) 


Ausfuhrbestimmungen sind Erklärungen zu den Erklärungen, mit denen man eine Erklärung erklärt.
(Protokoll im Wirtschaftsministerium)


Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet.
(Kommentar zum Bundeskostenreisegesetz) 


Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar.
(Unterrichtsblätter für die Bundeswehrverwaltung) 


Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen als dauernde Berufsunfähigkeit im Sinne von § 16 Abs. 1 Satz 3 EstG zu werten und demgemäß den erhöhten Freibetrag abzuziehen.
(Bundessteuerblatt)  


Nach dem Abkoten bleibt der Kothaufen grundsätzlich eine selbständige bewegliche Sache, er wird nicht durch Verbinden oder Vermischen untrennbarer Bestandteil des Wiesengrundstücks, der Eigentümer des Wiesengrundstücks erwirbt also nicht automatisch Eigentum am Hundekot.
(Fallbeispiel der Deutschen Verwaltungspraxis)


Ein Ehemann hat in der Regel seinen Wohnsitz dort, wo sich seine Familie befindet (BFH BstBL 85, 331). Ein Verschollener hat seinen Wohnsitz bei der Ehefrau. (FG Düsseldorf EFG 58, 144).
(Kommentar zur Abgabenordnung von Klein/Orlopp) 


Besteht ein Personalrat aus einer Person, dann erübrigt sich die Trennung nach Geschlechtern.
(Info des Deutschen Lehrerverbandes Hessen) 


Der Wertsack ist ein Beutel, der aufgrund seiner besonderen Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden.
(Merkblatt der Deutschen Bundespost) 


Kunststoff-Fenster mögen zahlreiche Vorteile haben, insbesondere in bezug auf Wartung und Pflege - Holz hat den Vorteil, nicht aus Kunststoff zu sein.
(Urteilsbegründung des LG München)


Samstag, 26. Januar 2013

Das Winterfest der fliegenden Stars

Ja, ich stehe auf Schlager. Ich stehe auch auf alle Feste der Volksmusik und auf den Musikantenstadl, darum gebe ich jetzt auch mal dem Winterfest der fliegenden Stars eine Chance.

Wahrscheinlich gibts da total viel Après-Ski-Hits und ich beginne nach fünf Minuten zu brechen, aber da ich heute eh arbeiten muss, kann ich mich genausogut auch quälen.

Präsentiert wird das Ganze natürlich von niemand geringerem als Florian Silbereisen!
Florian Silbereisen. Nicht zu verwechseln mit Joko Winterscheidt
20:10 Ich habe mir eine Packung Milchkoalas bereitgelegt. Es kann losgehen.

20:14 Meine Knusperkoalas sind leer. Das kann ja heiter werden...

20:15 Es beginnt pünktlich mit der Eurovisionshymne. Ich erhebe mich natürlich.

20:17 Nach kurzem Intro betritt Florian Silbereisen (der Einfachheit halber nenne ich ihn von nun an nur noch Flori) die Bühne. Flori trägt einen blauen Glanzanzug mit blauem T-Shirt darunter und weiße Schuhe. Mutig. Mutig, aber trotzdem hässlich.

20:18: Ok. Bei der Show geht es offensichtlich darum, dass "Stars" von einer mickrigen Rampe im Studio springen. Egal, ob mit Skiern oder anderen lustigen Geräten. Da bin ich ja mal gespannt.

20:21 Der erste Auftritt. Natürlich DJ Ötzi. Ich habe Lust den Fernseher auszuschalten und alles abzubrechen. Die Knusperkoalas geben schon Pfötchen.

20:25 DJ Ötzi. Erbärmlich.

20:27 DJ Ötzi findet das hier alles intergalaktisch gut. Depp.

20:28 Zwei Promis betreten die Bühne. Ein Boxweltmeister (???) und ein Schauspieler. Ich kenne beide nicht und konnte mir leider auch nicht die Namen merken. Jedenfalls werden sie gleich springen.

20:30 Marijke Amado und Christoff singen einen Song. Mit Playback kennt sich Marijke Amado ja aus.

20:36 Der Schauspieler (Albert heißt er. Habe ich gerade rausgehört) ist gesprungen. Ich werde die Sprünge nicht weiter kommentieren, da es sich dabei nur um ein schlichtes "ins Luftkissen fallen lassen" handelt.

20:39 Eine neue Version des "Fliegerliedes" wird nun präsentiert. Es heißt "Skifliegerlied". Was tue ich mir hier eigentlich an...?

20:46 Karl Dall kommt und beleidigt erst mal DJ Ötzi "DJ Ötzi! Ich kenn dich noch aus deiner Glanzzeit!". Endlich wirds interessant.

20:48 Flori singt mit einer Musicaldarstellerin ein Wintermedley. Ich geh mir was neues zum Knabbern holen.

20:51 Ich habe Spekulatius gefunden. Puh... Was für ein Glück.

20:56 STEFAN MROSS!! Endlich kommen die richtigen Schlagerstars!

















21:03 Jens Weißflog wird gleich im Springen gegen einen sehr stark österreichisch sprechenden 9-Jährigen antreten. Dieses arme Kind muss in Österreich aufwachsen. Für was gibts eigentlich Amnesty International?

21:06 Der Punkrocker unter den Schlagerstars hat endlich seinen Auftritt. Hubsi Trenkwalder!

21:15 Es folgen 2 relativ langweilige Sprünge. Der 9-Jährige verliert im direkten Vergleich gegen Jens Weißflog. Ich verstehe die Kriterien zwar nicht, aber das Publikum hat per Klatschen entschieden. Was ist denn aus dem Kinderbonus geworden? Währenddessen bindet sich Karl Dall hinter der Bar ab. Da könnte man glatt neidisch werden.

21:18 Kinderballett... Schrecklich.

21:21 Der (traurigerweise) bisher schönste Dialog:
Flori: "Karl, ich muss dich um etwas mehr Seriosität bitten!"
Karl Dall: "..."
Flori: "Ja, guck nicht so!"
Karl Dall: "Ich kann nicht anders gucken!"

21:23 Der Comedygott Eckart von Hirschhausen betritt die Bühne und bringt einen seiner berühmten Stand-Ups. Die öffentlich Rechtlichen haben zwar keine Werbepausen, aber zum Glück solche Künstler. Ich geh mal zur Toilette.

21:33 Habe gerade mit Oma Osram telefoniert. Sie hat gemeint, sie hätte noch nie so eine schreckliche Sendung gesehen und muss jetzt abschalten. Aufgrund großen Desinteresses und der Tatsache, dass ich noch ein bisschen was arbeiten muss, muss ich das Ganze jetzt leider auch abbrechen. Ich bin ja immer dafür, dass meine Gebührengelder für Schlagersendungen verschleudert werden, aber das ist zuviel des Guten. Schade eigentlich. Vielleicht das näxte Mal Flori.

Mein Fazit ist:

Manchmal sind Schlagersendungen einfach wie eine Schachtel Rasierklingen. Du isst sie alle auf und verblutest jämmerlich von innen.

In diesem Sinne, schönen Abend noch
Pater O.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Tschüss, Kurt

Tja, jetzt ist es vorbei. Mein Landesvater, Kurt Beck streicht die Segel. Ministerpräsident war er für mich, seit ich zurückdenken kann. 18 Jahre sind ja auch eine verdammt lange Zeit. Ich bin zwar jetzt kein überzeugter SPD-Anhänger, aber grade Papa Kurt hat auf mich, durch seine Menschlichkeit und seine (nicht zu knapp vorhandenen) Fehler, einen gewissen Charme ausgeübt. Die Nürburgring-Pleite war jetzt zwar keine Glanzleistung, aber wenn man sich mal anschaut, was da aktuell in Berlin abgeht. Irgendwie sollte man doch vor dem Bau wissen, dass so ein Flughafen brandschutztechnisch nicht mit 2 Feuerlöschern und einem zum Notausgang umgebauten Fenster auskommt, aber gut...
Ich hoffe jetzt nur, dass bei der näxten Landtagswahl nicht Julia Klöckner wieder auf der Matte steht und auch noch gewinnt, die kann ich nämlich leiden wie sauren Rhabarberkompott!



Dienstag, 15. Januar 2013

Wir lieben Lebensmittel und Pater Osram

Hier übrigens mal eine kurze Liebeserklärung an die nette Edeka-Kassiererin von vorhin:

Heute Mittag stand ich im Edeka an der Kasse. Hinter mir stand ein Typ mit fettigen Haaren und Klamotten, die bestimmt seit mehreren Wochen keine Waschmaschine, geschweige denn etwas anderes als das RTL-Mittagsprogramm gesehen haben. Nach 7 Tagen dreht der wahrscheinlich auch seine Unterhose einfach auf links, damit er sie noch eine Woche länger tragen kann. In seinem Einkaufswagen befanden sich eine Packung Bockwürstchen und 4 Päckchen Hubertus-Tropfen, auch Pennerglück oder Zündkerzen genannt.
Jedenfalls fährt mir besagter Typ plötzlich mit dem Einkaufswagen in die Hacken und brummelt: "Ey! Du kannst auch ma en Meter vorgehen. So schwer kann das doch nit sein!"
Gut. Ich hätte ein Stück vorgehen könne, aber dann hätte ich leider der älteren Dame vor mir ihren Einkaufswagen in die Seite rammen müssen. Also teilte ich ihm freundlich mit, dass das nicht möglich ist. Das wurde mit einem Grummeln und einem bösen Blick quittiert.
Daraufhin sah mich die ansonsten sehr höfliche Edeka-Kassiererin (die bestimmt über 50 ist) grinsend an und sagte: "So ein Wichser!".
Der Typ hats leider oder eher glücklicherweise nicht gehört. Wahrscheinlich war er gedanklich schon bei "Mitten im Leben"...

Sonntag, 13. Januar 2013

Xonk

Neulich habe ich auf ebay nach alten Zonk-Stofftieren gesucht. Was mir da unter den ähnlichen Suchbegriffen angezeigt wurde, zauberte mir kurz ein Schmunzeln ins Gesicht.

Wahrscheinlich plant Xavier Naidoo ein neues Projekt mit dem allseits beliebten Stofftier aus den 90er Jahren. Nach Xavas jetzt also auch noch Xonk? Das kann ja heiter werden...

Freitag, 11. Januar 2013

Schlapp

Bei diesem Wetter fühle ich mich leicht schlapp. Schlapp im Sinne von müde und abgeschlagen. Es ist ja auch nicht wirklich kalt, sondern eher so irgendwie kühl. Kühl im Sinne von frisch. Weihnachten und Silvester haben wir in kurzen Hosen bei 14 Grad gefeiert und Anfang Januar habe ich knapp eine halbe Stunde mit T-Shirt im Hof gestanden.

Trotzdem bin ich nicht ganz fit. Nicht ganz fit im Sinne von Matt.
Gestern habe ich meine zweite Wurzelbehandlung hinter mich gebracht und habe anschließend bis heute Mittag um 12.30 Uhr geschlafen. Schlimm war die Wurzelbehandlung nicht, aber trotzdem bin ich immer noch nicht ausgeschlafen. Liegt wahrscheinlich wirklich am Wetter. Ab Sonntag soll es endlich kälter werden. Kälter im Sinne von sibirisch. Ich glaube noch nicht so recht daran. Solange alte Männer im T-Shirt noch auf RTL mit einem V-Zeichen in die Kamera winken, ist es nicht kalt.

Heutzutage muss man immer alles "im Sinne" von irgendetwas erklären. Spießig im Sinne von bieder. Alt im Sinne von verbraucht. Neu im Sinne von originalverpackt. Neulich beim Friseur saß eine Frau, die hatte dicke Beine im Sinne von auf den Kopf gestellten Bowlingpins, die aussahen, als hätte man sie an den Schuhen abgeschnürt und mit Wasser gefüllt. Sie gab die Anweisung, die Haare rechts ein bisschen kürzer zu schneiden, weil sie das letzte mal aussah, wie eine Filialleiterin. Filialleiterin war hier abwertend gemeint.

Solange Rentner im T-Shirt V-Zeichen machen und Frauen rechts zu viel Haare haben und dadurch in ihrem Selbstwertgefühl auf Filialleiterin abgestuft werden, kann man doch sagen, dass dieses Land auf einem guten Weg ist. Obwohl man ja immer öfter hört, dass es "im Kessel" brodelt. Dabei liegen die meisten deutschen Städte gar nicht in einem Kessel. Naja, solange man weiß, wie es gemeint ist.

Schlußendlich geht es doch darum. Wissen wie es gemeint ist, rechts zu viele Haare am Kopf und V-Zeichen. Also ich habs verstanden.

Samstag, 5. Januar 2013

Kleiderhaufen

Heute morgen bin ich mit der Erkenntnis erwacht, dass ich mal wieder aufräumen sollte. Der Kleiderhaufen auf der rechten Seite meines Betts hat schon ungeahnte Höhen erreicht. Da ich allerdings zu faul bin das Zeug zu waschen, hänge ich es wahrscheinlich einfach wieder in den Schrank. Man kennt das ja, man hat ein Hemd oder einen Pullover einmal getragen und anschließend weiß man nicht wohin damit. Dreckig ist so ein Pulli nach einmal tragen ja noch nicht, oder? Genauso ist es doch mit Hosen. Man trägt doch eine Hose nicht eine Woche am Stück, sondern wechselt ab. Zumindest mach ich das so. Jetzt stellt sich die Frage, wohin mit der einmal getragenen Hose, wenn man sich eine andere anzieht? Da ist doch so ein Kleiderhaufen recht praktisch. Wie machen das eigentlich Paare? Da sind ja beide Betthälften in Benutzung...