Sonntag, 30. Dezember 2012

Wenn die Zahnfee 2x klingelt

Juchhuuu! Ich bin wieder im Jammermodus! Ein neues Wehwehchen hat sich eingestellt:
ZAHNSCHMERZEN!!!!!!
(Die Großschreibung und die Ausrufezeichen reichen nicht mal annähernd aus um das Level der Schmerzen zu beschreiben.)

Vor 4 Tagen hat alles angefangen. Ich befand mich im Nachtdienst und plötzlich begann es hinten in meinem Kiefer zu ziehen. Vor knapp 6 Jahren ist mir da hinten ein Stück Zahn rausgebrochen. Bisher hatte ich damit nie Probleme und jetzt auf einmal tat es höllisch weh.
Von halb 1 bis 5 Uhr saß ich nun aufrecht im Bett und litt wie es sich für einen Mann gehört. Leider war niemand da um sich mein Gejammer anzuhören. Die Schmerzen ließen erst nach, als ich auf zdfneo eine alte Folge Magnum geguckt habe. Tom Selleck scheint eine schmerzlindernde Wirkung auf mich zu haben.
Nun gut. Jetzt blieben mir nur 2 Möglichkeiten:
Entweder zum Zahnarzt gehen oder die Schmerzen irgendwie lindern.
Zahnarzt fiel zwischen den Jahren flach. Ich war seit 8 Jahren nicht mehr dort und wenn ich dann auch noch zu so einem Notfalltyp gegangen wäre, hätte mich das wahrscheinlich ein Vermögen gekostet.
Also Schmerzlinderung suchen. Ich wusste, dass sich die DVD-Box mit allen Staffeln (40 oder 50 DVDs...) Magnum irgendwann auszahlen würde!
...
Spaß beiseite... Ich hab mir natürlich Schmerzmittel besorgt.
Zum Glück arbeite ich mit wohnungslosen Menschen. Die haben immer Schmerzmittel dabei. Denn auf der Straße hat jeder entweder was an den Zähnen, an den Knochen oder beides. Manche haben sogar immer solche verschreibungspflichtigen Morphiumtropfen dabei, aber das war mir dann doch ein bisschen zu hart.
Einer von den Jungs gab mir schlußendlich ein Überaschungsei voller Ibuprofen 800 (Verschreibungspflichtig!). Zur Dosierung bekam ich die Angabe, ich solle 4 Stück (!!!) nehmen, wenns nit hilft 5...
Ich nahm eine Halbe.
Nach 20 Minuten war der Schmerz dann auch schon weg.
 
Bisher werf ich mir nun immer wenn der Schmerz wiederkommt eine halbe Ibuprofen rein und hoffe, dass er danach einfach nicht wiederkommt. Das ist zwar ganz schön naiv, aber ich hab halt sehr große Angst vorm Zahnarzt. Nach Neujahr komme ich wohl nicht drumrum mir einen Termin zu machen, aber bis dahin halte ich mich einfach medikamentös fit. Am Besten suche ich mir so einen speziellen Zahnarzt für Angspatienten.

Blöd ist jetzt nur, dass ich heute Abend DJ auf einer Silvesterparty bin und das jetzt nicht einfach absagen kann. Wie soll ich das überleben? Naja, jetzt heißts wohl Zähne (tusch) zusammenbeißen!

Sonntag, 16. Dezember 2012

Reise ins Mittelalter

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt klingt für mich eigentlich erst mal schrecklich abstoßend. Als Freund maßgeblicher Errungenschaften der modernen Zivilisation habe ich es bisher ganz gut geschafft solcherlei Veranstaltungen zu meiden. Gaukler, Edelmänner, Sänger und Folterknechte (bei Letzteren sind die Grenzen fließend) haben noch nie einen Reiz auf mich ausgeübt und Öko-Trullas in hässlicher Samtgewandung und adipöse, Holzschwert schwingende Spitzbartträger schrecken mich auch eher ab.
Naja, für ein alkoholhaltiges Heißgetränk bin ich mir dann doch wieder nicht zu schade, also habe ich gestern mit einem kleinen Grüppchen diesen Weihnachtsmarkt mit "einzigartigem Mittelalter-Flair besucht". Jegliche Gags über mittelalten Gouda werde ich übrigens unterlassen.
Während sich meine Gefährten mit Glühwein und Pfaffendödeln (Bratwurst) eindeckten, richtete ich mein Augenmerk auf das "Alkoholix", ein zur Taverne umgewandeltes Zelt, in dem der sehr leckere, aber nicht gerade billige Odin-Trunk angeboten wird. Odin-Trunk ist ein Bier mit leichtem Honiggeschmack. Klingt widerlich, ist aber sehr lecker. Neben mir zeigte sich ein älteres Pärchen beeindruckt. "Das haben die schön gemacht hier.", sagt er "Ja, sieht genauso aus wie früher.", weiß sie. Also so alt hätte ich die Beiden jetzt auch nicht eingeschätzt, aber wenn mir von zwei Zeitzeugen die Authentizität dieser Veranstaltung bestätigt wird, wirkt das doch schon vielversprechend. Hätten sie sich mal umgedreht, wäre ihnen wahrscheinlich auch der Händler in Gewandung aufgefallen, der auf seinem Smartphone rumtippte. Muss offensichtlich ein Zeitreisender sein. Die sieht man auf solchen Märkten ja häufiger. Meine Lust, als Captain Kirk verkleidet mal so einen Markt zu besuchen, ist in diesem Moment ins schier unendliche gestiegen.
Mein Odin-Trunk wurde mir von einem typisch gekleideten Händler mit den Worten "Zum Wohlsein" kredenzt. Er trug einen langen Mantel, einen Zylinder und eine randlose Brille von Fielmann. Im Hintergrund spielte eine Band, die mich leicht an In Extremo erinnerte, aber das muss scheinbar so sein.
So verbrachten wir einen feucht fröhlichen Abend und endeten an einem Stand, der verschiedene Sorten Glühwein darbot. Der "Hermann der Cherusker-Trunk" war sehr gut.
Danach kann ich mich nicht mehr an so viel erinnern, aber schlussendlich ist der Rest unserer Gruppe - bestehend aus Roland und mir - bei mir Zuhause versackt. Unsere metgeschwängerte Laune konnte nur noch durch ein wenig Fernet und den Schlagersender gutelaune.tv wieder auf ein normales Level zurückkehren.
Heute morgen ist mir dann übrigens aufgefallen, dass ich all mein Aurum und Argentum im Mittelalter versoffen habe... Zum Wohlsein!

Samstag, 15. Dezember 2012

Konzertreview

Ein weiblicher Fan hat ein Konzertreview über das erste Batari-Konzert geschrieben. Hier isser:

Normalerweise schreibe ich nicht nach einem Konzert, wie ich die Band fand. Dafür muss man sich immer so aus dem Fenster lehnen, wenn man dann das Genre bestimmt, die Geschichte der Musiker in die ganze Review einfließen lässt und Hardcore-Insiderwissen wie kleine Nice-To-Know-Infos nur so am Rande erwähnt, obwohl man als Schreiber ganz genau weiß, dass man dafür von Lesern am meisten anerkannt wird.
Aber bei Batari geht es nicht um Kategorisierung, bei Batari geht es nicht darum, sein Wissen zur Schau zu stellen. Bei Batari geht es ums Gefühl. Batari ist ein Lifestyle. Mehr noch. Diese Band tut Dinge mit dir.
Natürlich ist Batari nicht die erste Band die spielt, doch du bist nur genau wegen ihr da, so wie alle anderen auch. Und du spürst, wie der Raum, geschwängert von Bierduft und Testosteron, langsam anfängt zu knistern vor lauter sexueller Spannung.Während man ungeduldig an seinem Becks nippt, zieht es deinen Körper immer mehr Richtung Bühne. Du willst, dass es passiert.
Und dann, endlich, auf der Bühne stehen Turbo, Nappo, Proto und Pater Osram, mit der Präsenz junger Halbgötter.
Ab diesem Zeitpunkt kannst du es nicht mehr kontrollieren. Proto lässt seine flinken Finger über den Bass gleiten und er liebt es. Zu erkennen ist dies an dem Gesichtsausdruck, der einen vorstellen lässt, wie er zu selbst gezeichneten Hentai kommt. Seine Sirenen-Nachahmung verstärkt diesen Eindruck.
Turbo kloppt ziemlich wirksam auf seine Drums und strahlt wie ein kleiner Junge, der erfährt, dass er von dem Weihnachtsmann die Flash Gordon-Filmreihe geschenkt bekommt. Im ständigen Blickkontakt mit ihm, spielt Nappo, dem es nicht peinlich ist, seine Beziehung zu seiner neuen Gitarre schamlos-offensiv in der Öffentlichkeit zu inszenieren.
Wenn Nappo nicht gerade seine Geliebte vor Bierduschen schützt, schaut er zu Pater. Nicht zweifelnd. Nicht ängstlich. Sondern wissend. Wissend darüber, dass ihre Musik Sex mit dem Publikum hat, dass sich in Extase-Wellen Richtung Bühne schwingt. Und diese Wellen kontrolliert Pater Osram, der Puppenspieler, der Autoverkäufer, der dir nichts verkaufen will, sondern wirklich einfach nur verdammt sympathisch ist, der Sänger von Batari.
Ich weiß nicht genau, was gesungen wurde. Es ging häufig um Batari. Aber ich weiß, dass es mir gefallen hat. Es war nichts da was störte. Selbst die Zuhörer waren einem sympathischer, als auf so manch anderen Konzerten. Diese waren ab der ersten Konzert-Minute voll und dabei.
Batari gibt einem ein gutes Gefühl. Sowie Bullrich Salz nach dem Essen bei Oma. Ich würde es immer wieder tun.


Montag, 3. Dezember 2012

Hör mal was da plätschert


"Woher kommt dieses Plätschern und warum ist der Wasserdruck so niedrig?"
Diese Frage habe ich mir gestern beim Duschen gestellt. Die Antwort war denkbar einfach...
Der Brauseschlauch war undicht!

Was soll ich sagen? Ich bin ja bekanntermaßen der Heimwerkerkönig schlechthin. Irgendwann hab ich mal versucht eine Lampe an der Wand im Flur anzubringen. Dabei war ich sehr unvorsichtig und plötzlich tat es einen Schlag, die Funken sprühten und der Strom in der ganzen Wohnung war weg. Danach hab ich die Lampenidee relativ schnell wieder verworfen. Zum Teil aus Angst, zum Teil aus Unwissenheit, wie ich die jetzt eigentlich anschließen soll.
Ich hab auch mal ein wackliges Regal über dem Herd festgemacht. Jetzt hängt es zwar bombenfest, aber so ein paaaaar Schrauben gucken halt aus dem Holz raus... Da hier eh keine Kinder rumrennen, kann das auch so bleiben!

Zurück zum Brauseschlauch. Heute war ich in einem Baumarkt um mich mit eben diesem Utensil einzudecken. Es ist unglaublich welche Gefühle in einem Mann hochkommen, wenn er sich im Baumarkt befindet. Der Geruch von zersägtem Holz, überall (zum Teil supergefährliche) Werkzeuge und die ganze Bauarbeiter/Heimwerkerbekleidung die da rumhängt. Da will man doch glatt ein ganzes Haus eigenhändig bauen.
Also ehrlich gesagt... Ich nicht.

Den Brauseschlauch hab ich auch nach mehr oder minder langem Suchen gefunden. Da man das alte Teil ja nur ab und das Neue wieder dranschrauben muss, hätte es ja eigentlich ziemlich glatt ablaufen müssen.
Tat es aber nicht. Beim Schlauch an den Wasserhahn Schrauben ist mit mir der Elan durchgegangen und ich hab dieses Schraubdingens zerstört.
Schlußendlich war ich daraufhin nochmal im Baumarkt, hab mir einen neuen, nicht ganz so billigen, Schlauch gekauft und innerhalb von einer Minute festgemacht. Ohne Probleme. Alles in allem hat mich die Geschichte 2 Stunden meines Lebens gekostet.
Da ich danach so richtig in Heimwerkerstimmung war, hab ich mich anschließend mit dem großartigen "Home Improvement" SNES-Spiel belohnt.



Nach ca. 10 Minuten hab ich den Mist dann auch gleich wieder gelassen. Dinosaurier, in einem "Hör mal wer da hämmert" Super Nintendo-Spiel?
Was wäre wohl im zweiten Level gekommen? Orks? Gumbas? Nazis?
Außerdem hab ich die Steuerung und den Sinn des Spiels nicht wirklich gerafft. Es gibt nämlich keine Gebrauchsanweisung. Weder online, noch gedruckt. Alles was dem Spiel beiliegt, ist ein Zettel, auf dem steht:
BINFORD TOOLS - REAL MEN DON'T NEED INSTRUCTIONS
...

Nee nee... Da bestaune ich doch lieber den neuen Brauseschlauch und geh nochmal bei vollem Druck duschen, denn das hab ich mir verdient.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Wunschzettel

Als Kind hab ich ja nie Briefe an den Weihnachtsmann geschrieben, weil mir schon früh klar war, dass es den gar nicht gibt. Ich war ein eher rationales Kind und hab, anstatt mir was zu wünschen, einfach Preise verglichen und meinen Eltern vorgerechnet, wie sinnvoll es wäre mir irgendwas zu kaufen. Manchmal sogar mit Erfolg.
Egal...
Ich hab hier ne Seite mit alten Toys'R Us Prospekten gefunden, die mein Herz höher schlagen lässt! Dabei fällt mir auf, wie vergleichsweise billig das, im Gegensatz zu heutigen Konsolen und Spielen, damals alles war (ich glaube das sind sogar Dollar-Preise!)...