Mittwoch, 24. Oktober 2012

Omas kaputte Heizung

Beim Lesen des folgenden Beitrag, empfehle ich im übrigen Schostakowitschs Bearbeitung von "Tea for Two" zu hören. Das verleiht dem Beitrag mehr Tiefe.

"Die Heizung ist seit Tagen kaputt!"
Das waren Omas Worte, als ich sie gestern besuchte. "Seit Tagen kaputt!" ist in meiner Familie ein Begriff für "seit ca. 3 Stunden nicht mehr ganz funktionstüchtig".
Trotzdem sollte ich mir das doch mal angucken. Is ja klar, ich bin ein Mann. Ich kenn mich mit Heimwerken aus. Wenn ich nicht grade an einem Oldtimermotor rumschraube, oder in meiner Freizeit Windmühlen aus Sperrholz baue.
Zwar habe ich mal irgendwann gesagt, dass ich ein Buch schreiben könnte, welches ausschließlich von Heimwerkerunfällen und der Unfähigkeit Frauen aufzureissen handelt, aber das hat Oma wohl verdrängt.
Also nach einem kurzen Griff zwischen die Heizrippen war selbst mir klar, dass die Heizung nicht so heiß war, wie sie auf Stufe 5 sein sollte. Sie war eher lauwarm. Ich würde das nicht als kaputt bezeichnen, schließlich ist es ja draußen relativ warm und so ne Heizung hat doch angeblich so Außenfühler. Jedenfalls hat das mein Vater immer behauptet. Ich hab die Dinger allerdings auch noch nie gesehn. Wie sehn die denn aus? Wie kleine Antennen? Kein Plan...
Warmwasser hängt doch angeblich auch irgendwie mit der Heizung zusammen.
Hat was mit dem Boiler zu tun. Hat Oma überhaupt nen Boiler? Naja, egal. Erst mal Wasserhahn aufdrehn und gucken. Das Wasser war heiß. Wie immer. Das war gut. War das gut? Ich meine, wenns jetzt kalt gewesen wäre... Was hätte mir das gesagt? Ehrlich gesagt nichts.
Also tat ich das was ich von Anfang an hätte tun sollen. Ich rief meinen Vater an. Der war dann auch innerhalb von 20 Minuten da. Hat die Heizung entlüftet und war nach 10 Minuten (und einem Sauergespritzten) wieder weg.

Schlußendlich haben wir aber immerhin alle was aus der Sache gelernt.
Meine Oma weiß nun, dass sie bei Heimwerkerproblemen lieber gleich meinen Vater oder Onkel anruft. Mein Vater hat festgestellt, dass sein Sohn völlig inkompetent ist und ich weiß jetzt, dass Stefan Mross mit seiner neuen Freundin Susanne viel glücklicher ist, als mit Stefanie Hertel (Ich hatte keine Lust meinem Vater beim entlüften zuzusehen, also hab ich die Freizeit Revue gelesen.)

Ende gut alles gut!

Montag, 22. Oktober 2012

Alkohol

Es wird mal Zeit, ein Thema zu behandeln, dass uns wahrscheinlich ausnahmslos alle betrifft.

A L K O H O L K O N S U M

Wir trinken alle gerne mal einen (oder am Wochenende mal 10). Wahrscheinlich ist das auch gar nicht bedenklich. Der Deutsche nimmt im Durchschnitt jährlich zehn Liter reinen Alkohol zu sich. Das mag zwar in etwa einem russischen Familienfrühstück entsprechen, ist das aber nicht dennoch grob fahrlässig?

Wir wissen ja alle, von wem welcher Alkohol konsumiert wird. Die Kinder trinken Vodka, Sangria und Mixbiere auf der Straße und die Eltern Contreau und Dom Perignon im heimischen Loft. So verbringt der Mittelstand die Wochenenden sanft umnebelt.
Ich will ja jetzt kein Fass aufmachen (Wortspiel!), aber ich glaube es sind die Kreise, die früher als die besseren galten, in denen sogar noch mehr gekübelt wird.

Natürlich wird das Gesaufe immer sozial eingebunden:
Geburtstag, Hochzeitstag, Polterabend, Jubiläum, Waldfest, Weinfest, Bergfest, Pfingstfest, Seefest (eigentlich jedes Fest).
Im Rheinland bleibt man ja auch vor keinem Fest verschont (fast wöchentlich). Zu der Zeit in der keine Feste stattfinden, herrscht übrigens der Jeck mit seinem Karneval - Helau!!
Wein trinken, gilt hier nämlich als Kultur - wenn auch in rauhen Mengen. Da darf der Bürgermeister auch mal völlig besoffen vorm lokalen Elektromarkt liegen. Ist doch jedem schon mal passiert.

Unter der Woche gibts auch genug Gründe sich mal ordentlich einen hinter die Binde zu kippen:
- Vertragsabschluss mit dem Investor aus China
- Tinas Vierzigster (1 Woche)
- Marions Reinfall mit dem Schwein auf wkw
- Der negative Befund bei Beate
- Jörg wird nach langer Zeit endlich Vater
- Bald ist Wochenende (Donnerstags um 15 Uhr)
- Hannes hat den Weg zum Kopierer und wieder zurück geschafft
etc...

In solchen Momenten ist es doch beruhigend, dass gerade Freunde und Familie eine lebensverlängernde Wirkung haben sollen. Eine intakte Familie neutralisiert angeblich 15 Zigaretten täglich.
Wer sich also vom spritzigen Büroalltag in den Spieleabend mit der Familie hinübertrinkt, der lebt ewig!
Darauf sag ich doch mal: Prost!


Samstag, 20. Oktober 2012

Auff nen Bierchen mit Pahter Ossram

Manfred Spitzer schrub das Buch "Digitale Demenz" ich hab dass jar nie glesen, aber der sahgt da sowas wie, dass die Kinder wegen dem Internet immer doofer werden tun. Die köhnen sisch nix meer merken, weil se alläs gugeln. Dadursch wirt das Gehirrn nit ricthig träniert. Auch Rechtschreibregeln sint dennen dann nimmer begannt.
Dass isst durchaus möglich. Maine Freunde auf Feezbuck achten auch nitmehr auf Rechtschreibregeln. Die haben von Duden und blahsen keine Annung.
Die sagne alle fiel wichtiga als Korregde Orttogravieh oder satstseichen? - am richtigen!, plats und grohßundgleinschreybung ißt der inhalt, das wo gesagt wird. Da kahn man jehmand auch mahl auf einen Bier einlarden. Tschulldigung, ich maine näturlich nen Bier.
Ich möchte an dihser Ställe mit aller leydenschafft gegn die verhundsung der Doitschen Sprahche kempffen. Gegen daß Värgässn, damit kein Grass über die Sache wächst.

Jetzt mal ernsthaft. Strengt euch ein bisschen an! Ich will einfach nicht, dass dieser furchtbare Manfred Spitzer Recht hat.
Denn wie sagt eine alte deutsche Weisheit:
"Auch das Glücksrad steht still, wenn das Alfabeet es will."

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Let's Get Ready To Crumble!

Jeder kennt das. Man ist ein Kind und will unbedingt etwas haben. Heute ist dieser Drang nicht mehr nachvollziehbar, aber damals hat sich das Leben darum gedreht. Bei mir ging es dabei zumeist um Videospiele. Kann ich heute auch nicht mehr nachvollziehen, da ich nicht mehr wirklich viel zocke, aber damals war es mein ein und alles.
Es gab allerdings ein Spiel... Ein Spiel, das meine Einstellung grundlegend ändern sollte, es handelt sich um... bambambambaaam...
















Clayfighter 63 1/3

Meine Freunde spielten Street Fighter auf dem Super Nintendo, aber ich hatte ja einen N64 und wollte auch ein Beat'em up haben. Leider Gottes, war dieses Genre auf dem N64 eher rar und Clayfighter, das erste von dem ich gehört hatte, also wollte ich es haben. Unbedingt!
Es hat übrigens die Endung 63 1/3, weil es beim Release noch nicht wirklich fertig war. Allerdings wollte die Firma Interplay (die sich hier scherzhafterweise Interclay nennt...) nicht das Weihnachtsgeschäft verpassen und brachte es daher unfertig heraus. Das Spiel erhielt in sämtlichen Zeitschriften, die schlechtesten nur denkbaren Wertungen. Selbst in meiner Lieblingszeitschrift bekam es nur 13%...
All das hielt mich nicht ab. Ich wollte es.
Nur ein Argument sprach gegen den sofortigen Kauf:
Es kostete sage und schreibe 180 Mark.
Für einen jungen Menschen wie mich, war es daher unerschwinglich.
Aber das Schicksal spielte sein Spiel und ich entdeckte in einem Geschäft eine gebrauchte Version für nur (!!!) 120 Mark. Das war der auschlaggebende Punkt. Ich kratzte all mein Geld zusammen, bettelte meine Eltern an und schließlich kaufte ich es.
"Was hab ich da nur für ein Schnäppchen gemacht? So billig gibts das nieeee wieder!"
...
Ja, ich war ein dummes Kind.


















Ich steckte Clayfighter in die Konsole und das Unglück nahm seinen Lauf...
Spielspaß sieht anders aus und die Steuerung ist schwammiger als der Hackbraten meiner Mutter.
Eine Story ist in dem Spiel nicht wirklich vorhanden, irgendwas mit Knetfiguren, die auf eine Insel fahren um gegeneinander zu kämpfen, manche sind gut, manche böse. Nichts besonderes.
Die Charaktere sind mehr als skurril. Da wären zum Beispiel ein sumoringender Weihnachtsmann, der Dreck aus dem Bauchnabel schießt, ein Clown, der versucht die Menschen zum weinen zu bringen, oder ein zum Terminator umgebautes Kaninchen, das nebenbei ein Hobbyzauberer ist. Klingt ja irgendwie schon witzig, aber ist das 120 (In Worten: einhundertundzwanzig) Mark wert!  Damals war das für mich eine Menge Geld!
Ich war daraufhin aufgrund von Geldmangel eh gezwungen, das Spiel ein halbes Jahr zu spielen, also hab ich das Beste draus gemacht. Wahrscheinlich bin ich daher auch mehr oder minder gut darin, aber ich hätte meine Zeit auch wesentlich sinnvoller nutzen können.



Immerhin kann ich von mir behaupten, dass ich alle 4 Cheatcodes des Spiels (auch heute noch) locker unter 2 Sekunden eingeben kann. Da Clayfighter über keine Speicherfunktion verfügt, hatte ich genug Übung. Mit dieser Zeit, halte ich wahrscheinlich den Weltrekord. Naja, immerhin etwas...

Samstag, 13. Oktober 2012

Ein Tag mit Oma Osram

Oma faltet Reklame. Was soll diese Aussage? Ganz einfach. Meine Oma faltet die Reklame, die sich in der Zeitung befindet fein säuberlich, bevor sie sie wegwirft. Der Grund: So passt sie besser in den Mülleimer. Ja, das sind Probleme mit denen man sich im Rentenalter rumschlägt. Wie passt Altpapier am Besten in die Tonne?

Ich schreibe das jetzt nur, weil ich heute nach dem Nachtdienst meiner Oma einen Besuch abgestattet habe. Grundsätzlich fahre ich zum Runterkommen nach 2 Nachtdiensten ganz gerne zu ihr. Sie erzählt mir, was in der Familie so alles passiert und ich gebe altkluge Kommentare von mir ohne betreffende Onkel, Tanten, Großnichten und Schwippschwager zu kennen...

Das ist ein schöner Zeitvertreib für uns beide und mal was anderes als täglich das deutsche Unterschichtenfernsehen zu verfolgen. Für meine Oma ist das nämlich alles Realität. Alles was im TV passiert, beruht für sie auf wahren Begebenheiten. In dieser kleinen TV-Welt werden minderjährige Frauen ständig schwanger und von den Vätern sitzengelassen und Ehemänner betrügen ihre Frauen mit Travestiekünstlern und setzen sich danach doch mit der Freundin des eigenen Sohnes nach Marokko ab. Das ist für meine Oma die schlimme Realität in der ich mich bewege. Naja, dafür sollte ich mich wohl bei RTL bedanken.

Wenn ich schon morgens zu ihr fahre, kann ich auch grade mit ihr Essen. Mittlerweile hat sie sich immerhin von dem Glauben entfernt, dass Frauen für Hausarbeit zuständig sind und Männer arbeiten gehen. Darum ist es mir auch mal gestattet, etwas in der Küche zu kochen (Sie liebt Pizzabrötchen). Abspülen ist für mich trotzdem tabu. Sowas machen Männer nämlich nicht!

Man kann die Zeit bis zum Essen (wenn man von Omas Geschichten die Nase voll hat) übrigens wunderbar nutzen um zu duschen. Dann muss man das Zuhause nicht mehr machen.
Das ist allerdings immer wieder ein Fehler, denn ihr Bad ist eine einzige Todesfalle! Gleich am Eingang wirds gefährlich, denn Oma hat die Tür mit Politur gereinigt. Allerdings mit zuviel, weswegen alles auf den Boden gelaufen und dort fein säuberlich verteilt ist. Rutschige Angelegenheit! (O-Ton Oma: "Wegputzen geht nit. Ich habs schon oft genug versucht!") Die Dusche kennt leider (dank moderner, aber denoch sehr störrischer Mischbatterie) nur die Brausestrahlstärken 0 und Chuck Norris. Zudem sind die Zuläufe falschrum gelegt, sodass rot eiskalt und blau lava bedeutet. Tatsachen die ich zu gerne immer wieder vergesse... Schön morgens mit einem Strahl Eiswasser, der Mauern durchschlagen könnte, aus der, durch Nachtdienst bedingten, Müdigkeit gerissen zu werden.

Der schönste Abschiedsgruß ist immer wieder die Warnung, wenn man abends weggeht nicht das Glas unbeaufsichtigt zu lassen, sonst wirft da so ein Dealer was rein und man ist für immer abhängig. Das stimmt! Das hat sie bei Explosiv gesehen...

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Es kann auch noch seltsamer werden...

Ich habe vor ca. einem Monat von einem seltsamen Telefonat berichtet. Telefonate dieser Art haben sich auf meinem Arbeitsplatz seitdem jeden Tag ereignet. Immer zwischen 12 und 13 Uhr und zwischen 18 und 19 Uhr. Es sind immer unterschiedliche Anrufer, aber die Hintergrundgeräusche sind gleich. Am Anfang gingen meine Kollegen und ich noch von betrunkenen Kneipenbesuchern aus, aber mittlerweile nehmen wir an, dass es sich um ein Callcenter handelt und die Anrufer nicht betrunken, sondern schlicht und einfach sehr dumme Menschen mit Sprachfehler sind.
Immer wird nach dem gleichen Herrn gefragt, nennen wir ihn mal Mr. X. Jeder Kollege hat mittlerweile eine andere Art und Weise mit den Anrufen umzugehen.
Einer behauptet immer Mr. X sei verstorben und wir leiden alle sehr unter seinem Verlust.
Mein Chef erzählt dem jeweiligen Anrufer jedesmal wir wären eine Psychatrie und Mr. X existiere nicht.
Und ich... Ich Idiot bin immer höflich. Das hat sich heute mal wieder gerächt...

Frau: "Guten Tag, ist Mr. X zu sprechen?"

Ich: "Ähm... Darf ich vielleicht erfahren für welche Organisation sie Anrufen?"

Frau: "Das darf ich aus Datenschutzgründen nicht sagen." (???)

Ich: "Okaaaaaayyy... Hier existiert kein Mr. X und wir wurden in den letzten Wochen jeden Tag 2 mal von ihrem... äähh... Verein angerufen und nach ihm gefragt. Ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn sie ihren Kollegen mitteilen könnten, dass sie hier auch nicht mehr anzurufen brauchen, da es hier wie bereits erwähnt keinen Mr. X gibt."

Frau: "Ach und du willst jetzt, dass ich da ne bundesweite Meldung mache? Ich glaub du spinnst!"
...
Aufgelegt...
...
...
...

AAAAAAHHHHHH!!!
ICH PLATZE!!

















Das hat man davon, wenn man höflich ist.
Wenn ich diesen Mr. X eines Tages erwische, kann der sich auf was gefasst machen. Denn irgendwoher müssen die Säcke ja unsere Telefonnummer haben...
Das näxte Mal leg ich einfach auf, wenn jemand nach Mr. X fragt. Es hat eh keinen Sinn mit diesen Idioten, die wahrscheinlich nicht mal eigenständig ne Banane öffnen können, zu reden.
Wie sind die überhaupt an ihren Job gekommen?
"Hallo, ich würde mich gerne für den Job als Callcenter-Angestellter bewerben. Meine Referenzen sind Unfreundlichkeit und Dummheit."
"Okay, wenn sie jetzt noch nuscheln haben sie den Job!"
Aarghh...

Samstag, 6. Oktober 2012

Wetten, dass...?

Jahaa, ich habs geschafft, ich werde jetzt live über Wetten, dass...? bloggen.
Das Internet auf der Arbeit spinnt zwar irgendwie, aber ich hoffe, dass alles gut geht. Nachdem ich gestern erst um 5 Uhr Zuhause und ziemlich betrunken war, bin ich verwundert, dass es mir heute Abend doch so gut geht. Naja, los gehts...

19:59 Gleich gehts los. Der Countdown läuft zwar schon seit ner halben Stunde, aber über den will ich ja nicht berichten. Ich habe mir mittlerweile eine Spezi aufgemacht und knabbere Erdnussflips. Wenn man etwas künstlich total aufbauscht, hat man irgendwie gleich mehr Spass dran.

20:15 Es beginnt!

20:16 Oh Gott. Die Eurovisionshymne wurde gerade mittendrin abgebrochen und von vorne angefangen. Das fängt ja gut an.

20:18 Nach einem seltsamen Intro gehts jetzt wirklich los... Markus Lanz erste Worte sind "Herzlichen Dank! Einen wunderschönen Guten Abend!"

20:21 Lanz versucht lustig zu sein. Keiner lacht.

20:28 Erste Sendung in Düsseldorf. Erster Gast Campino. Macht Sinn.
Er darf sich als erster auf die (für uns Männer wohl nur Zweit-)Bekannteste Couch setzen.

20:30 Eieiei. Jetzt betreten alle Wettkandidaten mit ihren Paten das Studio. Das ist neu.

20:32 Wow. Jemand im Publikum darf vor wahrscheinlich 10 Millionen Menschen mit den Ohren wackeln. Unterhaltung der Extraklasse.

20:35 Ich glaube ja, man muss die Sendung sehen, um meine Geschriebsel zu verstehen. Ich habe einfach keine Lust jede Wette haarklein zu beschreiben.

20:36 Karl Lagerfeld hasst es im Schlaf beobachtet zu werden. Wer denn bitteschön nicht?

20:40 Ein Slackliner (Hab ich bisher auch noch nie gehört...) wettet, dass er von seiner Slackline (schreibt man das eigentlich so) einen Fallrückzieher machen und damit 4 Bälle am Stück ins Tor befördern kann.

20:44 Er hats nicht geschafft, aber es war knapp. Während der Wette hat Campino geguckt, als hätte man ihm den Brustbeutel mit den Ersparnissen für den Mallorca-Urlaub geklaut.

20:49 Die van der Vaarts ziehen jetzt auf einem Tandem einen Wohnwagen. Was für eine Wetteinlösung.

20:50 OOOHHH NEEEIN!! FUCK! Im Wohnwagen saß Cindy aus Marzahn. Das ist das Ende!!

20:52 Ich würde das Ganze jetzt am Liebsten abbrechen. Cindy aus Marzahn. WAAARUUUUM??

20:54 Sie ist Co-Moderatorin. Ich hoffe das ist nur ein schlechter Witz. Das kann doch nicht sein.

20:56 Ich hab da so ne Ahnung wer jetzt ziemlich sicher vorm Fernseher sitzt und sich diese Sendung ansieht. Thomas Gottschalk.

20:57 Blablabla. Lanz überrascht durch unglaublich gute Fragen. "Frau van der Vaart, waren sie zuerst Spielerfrau oder Moderatorin?"

20:59 Ein Ruderer möchte jetzt einen Wakeboarder über eine gewisse Distanz ziehen. Hannelore Kraft ist Wettpatin. Ihr Kleid macht mich ganz wuschig.

21:04 Michael Kessler als Günter Jauch. Keine Pointe.

21:06 Wo sind eigentlich die Gummibärchen? Gottschalk hat die jedenfalls nicht mitgenommen. Hab beim Supertalent noch keine gesehen.

21:09 Karl Lagerfeld spricht viel zu schnell. Ich habe gerade verstanden: "Ich habe viele Rattenkinder."

21:10 Patenkinder, Herr Lagerfeld. Paaaatenkinder. Soviel Zeit muss sein. Alter Hektiker.

21:12 Der kleine Julian wettet, dass er das gesamte Berliner S-Bahn Netz auswendig kann. Hat das Kind keine X-Box oder Playse?

21:16 "Unser Kind ist so begabt und kann sich so viel merken. Leg ihm mal nen Plan vom Berliner S-Bahn Netz vor und. Den soll er auswendig lernen. Dann kommt er ins Fernsehen und wir dürfen auch mal in die Kamera winken. Die Ingrid wird vielleicht neidisch sein." - Gedanken moderner Eltern.

21:17 CINDY AUS MARZAHN! HAU AB! AAAARGGGHHH!!

21:21 Der Kleine hats natürlich locker geschafft. Sein besonderer Preis ist... Eine Schaffneruniform und ein Gutschein für eine Führerstandsmitfahrt. Man hat keine Kosten und Mühen gescheut.

21:22 Cro tritt auf. Easy - Eeee - Eeee - Mmmmm - Mmm - Mmm

21:24 Hab ich schon mal erwähnt, dass mir Cros Maske Angst macht? Er sieht so süß damit aus. Wie diese Satanistentiere aus South Park.

21:30 Hannelore Kraft steht total im Mittelpunkt. Mit dem Kleid kein Wunder.

21:34 Jetzt geht die Aussenwette mit dem Ruderer los. Rudern? Warum hat niemand Nadja Drygalla eingeladen? Wollte sie etwa ihren Freund mitbringen?

21:38 Tolle Hintergrundmusik. Kaum findet irgendne Wette im Wasser statt, kommt dieser nach Fluch der Karibik klingende Sound.

21:39 Oh, wieder Cindy aus Marzahn. Gleich schalt ich zum Supertalent! Aber echt!

21:42 Jetzt kommt die Lanz Challenge. Ich würde dafür immer noch den Namen Lanzvergleich präferieren.

21:45 Liegestütze mit Bierkisten auf dem Rücken. Das Spiel für die ganze Familie. Markus Lanz sieht aus wie ein Ninja Turtle.

21:48 Okay... So ein Student hat gerade 38 (!!!) Liegestütze geschafft. Respekt. Lanz schlottern schon die Knie.

21:50 Lanz so abgefuckt zu sehen, war jetzt doch unterhaltsamer als gedacht.

21:52 Jennifer Lopez tritt auf. Der Versuch ein internationales Gefühl zu vermitteln.

21:54 Ich bin ja kein Freund von Fäkalsprache, aber der Song ist ganz große Scheiße.

22:01 Völlig vergessen, dass ich auf der Arbeit bin. Hab jetzt mal nach den Jungs geguckt. Sie spielen Kniffel und gucken auch Wetten, dass...?. Einer hat gerade den Song von Jennifer Lopez mit DJ Bobo verglichen. Ich mag meine Arbeit.

22:02 Wer nennt seinen Sohn eigentlich Wotan?

22:03 Karl Lagerfeld: "Ist Wotan dein richtiger Name? Deine Eltern sind mutig."

22:11 Nun wettet eine Frau, dass sie Hunderassen nur durch das betasten der Haare erkennen kann.

22:12 Die Frau tastet schon knapp ne Minute am ersten Haarbüschel rum. Total spannend.

22:13 2 Minuten.

22:15 Sie stellt die Probe erst mal zurück und bekommt die Näxte.

22:16 Falsch.

22:17 Nur eine Minute betasten. Sie liegt richtig.

22:18 Noch ein Richtiger. Sie ist zurück im Spiel.

22:19 Drei Richtige.

22:20 Die zurückgestellte Probe wird wieder betastet.

22:22 Nach 2 weiteren Minuten liegt sie richtig!
...
Etwas derart Langweiliges habe ich lange nicht erlebt. Geben sie mir die letzten 10 Minuten zurück, Herr Lanz!

22:28 Durch diese drehende Couch werden doch Gäste wie Til Schweiger und Jenny Elvers-Elbertzhagen schon im Vorraus ausgeschlossen.

22:30 Die Toten Hosen performen ihren neuen Song "Altes Fieber". Seit wann ist der Graf von Unheilig Songschreiber für Campino?

22:31 Naja, immerhin besser als Revolverheld.

22:38 Das Geplapper mit J. Lo nervt. Bülent mach die Haare auf.

22:40 Thema: Welche Kleider trägt J. Los Tochter? Bei solchen Gesprächen weiß ich, dass meine GEZ-Gebühren gut angelegt sind.

22:44 Endlich eine Wette mit Traktor. Das ist Wetten, dass...?, so wie ich es kenne.

22:45 Der österreichische Traktorfahrer hat seine Wette mit seinen Worten erklärt. Ich habe keine Ahnung was er jetzt tut.

22:46 Ok. Er ist 5 Sekunden auf 2 Rädern gefahren, dann war die Wette verloren. Ich weiß immer noch nicht wieso...

22:47 Keiner erklärt die Wette und Bülent Ceylan fährt jetzt auf einem Mini-Traktor rum. Dieses zweite deutsche Fernsehen ist mir irgendwie zu schnell. Hauptsache Bülent hat jetzt die Haare auf.

22:54 War gerade auf Toilette, jetzt steht hier plötzlich die Blue Man Group in weiß und macht so ein Acapella-Geblubber.

22:57 Jennifer Lopez wird auch schon verabschiedet. Die US-Stars hauen früher ab, so muss das bei Wetten, dass...? sein.

23:00 Wo bleibt Chris de Burgh? Ohne Chris de Burgh ist es einfach kein Wetten, dass...?

23:03 Endlich! Ein Förster. Das ist scheinbar der Ohrenwackler vom Anfang. Er möchte mit den Ohren Worte per Morsezeichen an seine Assistentin schicken.

23:07 Scheinbar gehen die, die beim Supertalent schon im Casting rausfliegen, jetzt zu Wetten, dass...?

23:11 Oh... Ich habe meine Gummibärchentüte neben dem PC-Lüfter liegen lassen. Jetzt hab ich nur noch einen Gummibärchenklumpen.

23:13 Die Begriffe zum Morsen kommen übrigens von den Gästen. Silvie und Rafael van der Vaart haben tatsächlich den Begriff Käse abgegeben. Käse? Die beiden sind Holländer. Oh Mann...

23:17 Offensichtlich will Cindy aus Marzahn einen auf Hella von Sinnen machen? Ständig wechselnde Garderobe... Sind wir bei "Alles Nichts Oder?!"?

23:18 Am Ende klatscht Lanz ihr ne Torte ins Gesicht und die Sendung ist vorbei.

23:20 Die Audioverbindung zu Campino bei der Aussenwette funktioniert nicht und es kommt nur ein piepen. Viele Ältere Zuschauer werdens wahrscheinlich eh nicht merken.

23:23 Man könnte Cindy aus Marzahn in dem Outfit auch einfach in irgendner Disko an die Decke hängen und mit nem Baustrahler anleuchten. Die Reflektion wäre sensationell.

23:26 Huch, der Slackliner ist Wettkönig. Der Traktorösterreicher hatte nur 4 Prozent in der Abstimmung. Kann ich jetzt davon ausgehen, dass diese 4 Prozent die Wette verstanden haben?

23:27 Ende? Lanz hat nur um 12 Minuten überzogen... Bei Gottschalk wäre das nicht passiert.

Es ist vollbracht. Eigentlich war es eine solide Sendung. Cindy aus Marzahn hat mich genervt und Lanz hat trotz sichtlicher Aufregung einen guten Job gemacht. Es fehlte allerdings ein bisschen der Glamour, den Wetten, dass...? (zumindest in meiner Erinnerung) versprüht hat. Das ganze ist in jedem Fall noch Steigerungsfähig.
Ich geh jetzt jedenfalls ins Bett. Ich muss morgen ja wieder um 6 Uhr raus. Vielleicht sollte ich aber erst noch den Gummibärchenklumpen entsorgen...
Danke für die Aufmerksamkeit.
Euer Pater O.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Morgendlicher Einkauf

Morgens im Supermarkt einzukaufen hat schon was. Nach meinem Nachtdienst tendiere ich meist dazu nochmal im ortsnahen Edeka vorbeizuschauen und mir mein Frühstück/Mittagessen zu besorgen, um mich anschließend in mein Bett zu werfen um bis Nachmittags zu schlafen.
Egal welchen Supermarkt man morgens um 9 Uhr betritt, es ist immer so als ob man durch den Kleiderschrank ins Narnia der alten Menschen gelangt. Es könnte ein eigenes, kleines, völlig überfülltes Bundesland sein.
Bei meinem heutigen Einkauf stand ein kleiner alter Mann an der Käsetheke. So wie er aussah, war er eindeutig mal Schrotthändler auf Tatooine (nennen wir ihn einfach mal Watto). Er studierte ausgiebig den, unter der Scheibe befindlichen Käse. Selbst die Verkäuferin hat ihn ignoriert, weil Watto wahrscheinlich schon länger da stand. Sonderlich entscheidungsfreudig wirkte er auch nicht. Aus einiger Entfernung erblickte ich einen anderen alten Mann, der Watto die ganze Zeit anstarrte. Ich fühlte mich wie in einem Agententhriller, bei dem ich aus Langeweile meistens umschalte. Das tat ich hier auch und ignorierte die Szenerie um meinen Einkauf fortzusetzen.
Ist jemandem eigentlich schon mal aufgefallen, dass alte Menschen meistens kaum etwas einkaufen, sondern sich im Grunde nur unterhalten. Es ist wie ein sehen und gesehen werden. Wieder etwas für die Kategorie, Dinge die man nur als junger Mensch und dann erst wieder im hohen Alter tut. Im Kaufhaus rumhängen.
Als ich schließlich an der Kasse ankam stand, wie könnte es anders sein, Watto vor mir und versuchte seinen Minieinkauf mit einem 500 Euro-Schein zu zahlen. Taurigerweise nimmt man scheinbar morgens um 9 im Supermarkt meines Vertrauens keine 500 Euro-Scheine. Es entwickelte sich ein Streitgespräch, das glücklicherweise damit endete, dass Watto mit einem 10er bezahlte.
Da stellt man sich doch die Frage warum er überhaupt diskutiert hat. Naja... Ende gut, alles gut.
Ich leg mich jetzt erst mal ins Bett, denn ich muss dummerweise heute Abend wieder arbeiten.

Zum Abschluss noch ein süßer Comic:


via Chris Harding